„Einiges muss sich ändern“

Trotz Lufthansa-Rettung: Tagesthemen-Kommentar mit düsterem Ausblick für Unternehmen

Der Deutsche Staat wird Lufthansa unterstützen. Damit ist die Arbeit laut einem ARD-Kommentator noch nicht getan. Er zieht den Staat zur Verantwortung.

  • Die Corona-Krise* hat die Luftfahrtbranche wegen der Beschneidung der Reisefreiheit* besonders hart getroffen.
  • Deshalb stieg der Staat in die deutsche Airline Lufthansa ein und rettete somit das Unternehmen.
  • Laut einem Tagesthemen-Kommentator muss der Staat im Zuge dessen jetzt Verantwortung übernehmen.

München - Viele Bereiche der Wirtschaft leiden hart unter der Corona-Pandemie. Auch die Deutsche Lufthansa musste den Staat um Unterstützung bitten und erhielt staatliche Hilfe. Doch damit ist es nicht getan, meint ein ARD-Tagesthemen-Kommentator. Jetzt müsse der Staat als Miteigentümer Verantwortung übernehmen, um die Zukunft von Lufthansa zu sichern.

Leicht werde es dennoch nicht. „Denn auch mit dem Geld des Staates ist das Überleben der Lufthansa nicht gesichert“, sagte Markus Gürne, Journalist des Hessischen Rundfunks in der ARD-Sendung am Donnerstag (25. Juni). Zu unsicher sei die Zukunft des Fliegens in Corona-Zeiten. „Zudem hat die gesamte Luftfahrbranche keinen guten Ruf“, so Gürne.

ARD-Kommentar zu Lufthansa-Rettung: „Einiges muss sich ändern“

Grund dafür seien das Image als „Klimakiller“ und der zerstörerische Preiskampf um Billigtickets. Problematisch seien auch zu viele Flieger und zu hohe Kosten im Unternehmen. „Einiges muss sich ändern“, so Gürne. Doch beteiligte Verantwortliche wie Unternehmen, Gewerkschaften und Aktionäre hätte bewiesen, dass das gehe, indem sie sich auf Sparpakete geeinigt hätten.

Den Vorwurf, Investorengelder seien mit staatlicher Hilfe gerettet worden, entkräftete der Kommentator: „Meiner Meinung nach läuft es bei der Lufthansa anders herum“. Der Staat steige jetzt zu Sonderpreisen bei einem Unternehmen ein, das im Kern zukunftsfähig sei. „Sollte die Lufthansa zurück zu alter oder noch besser zu neuer Stärke finden, würde diese Rettung für Deutschland eine lohnende Investition werden“, so Gürne.

Lufthansa-Rettung: ARD-Kommentator fordert staatliche Verantwortung

Irgendwann mit Gewinn aus dem Unternehmen auszusteigen sei durchaus möglich. Als Miteigentümer müsse der Staat jetzt jedoch gemäß dem Motto „Eigentum verpflichtet“ handeln. „Heißt Druck zu machen, dass die Lufthansa nicht nur ein erfolgreiches, sondern vor allem vorbildliches Unternehmen für Mitarbeiter und für den Klimaschutz wird“, schloss der Journalist seinen Kommentar ab.

Neben Lufthansa leiden auch andere Unternehmen stark unter der Corona-Pandemie. Der Kaufhaus-Gigant „Galeria Karstadt Kaufhof“ muss zahlreiche Filialen schließen. Eine ARD-Kommentatorin erhob deshalb schwere Vorwürfe gegen die Führung des Konzerns.

In einem ARD-Kommentar kritisierte Georg Restle die Absage der Racial-Profiling-Studie durch Horst Seehofer. Dieser sei eine „Fehlbesetzung“. Unterdessen trifft die Corona-Krise ein Münchner Traditionsunternehmen, wie tz.de* berichtet.

Ein Flugzeug der Airline Ryanair hat eine Bombendrohung erhalten. Kampfflugzeuge eskortierten die Maschine bis zum Flughafen Oslo-Gardermoen. Ein Mann wurde festgenommen. (lb) *merkur.de und tz.de sind Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

Rubriklistenbild: © Screenshot: ARD/tagesthemen

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