Lukaschenko: "Lieber Diktator als schwul!" 

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Lukaschenko hatte sich 2011 für eine frühere schwulenfeindliche Äußerung bei Westerwelle entschuldigt

Minsk - Der weißrussische Präsident Alexander Lukaschenko hat sich erstmals selbst als Diktator bezeichnet und gleichzeitig Bundesaußenminister Guido Westerwelle angegriffen.

Vor kurzem hatte der offen homosexuell lebende Westerwelle den autoritär regierenden Lukaschenko als „letzten Diktator Europas“ bezeichnet. „Ich habe mir gedacht: Lieber Diktator sein als schwul“, erwiderte der am Sonntag nach Angaben der Staatsagentur Belta. Der weißrussische Staatschef hatte Homosexuelle in der Vergangenheit bereits mehrmals als „abartig“ beschimpft. Im Oktober 2011 hatte er sich für eine schwulenfeindliche Äußerung bei Westerwelle entschuldigt.  

Er drohte nun mit einer „harten Reaktion“ auf mögliche weitere Sanktionen der Europäischen Union. „Sie wollen unsere Stabilität und unser Land zerstören“, sagte Lukaschenko. Die EU reagierte mit ihren Zwangsmaßnahmen gegen Weißrussland auf die andauernde Unterdrückung der Opposition in der Ex-Sowjetrepublik. Zuletzt hatte Brüssel Einreiseverbote gegen die weißrussische Führung weiter ausgedehnt.

dpa

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