Mai-Krawalle: Anklage beantragt Haft wegen Mordversuchs

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Polizisten nehmen im Mai in Berlin in Kreuzberg einen Randalierer fest.

Berlin - Im Mai 2009 hatten Jugendliche eine Frau mit einem Molotow-Cocktail schwer verletzt. Die Anklage hat Haft wegen Mordversuchs beantragt. Ein Staatsanwalt kritisiert Ermittlungspannen.

Nach den Berliner Mai-Krawallen 2009 hat die Anklage für zwei beteiligte Männer mehrjährige Haftstrafen wegen Mordversuchs gefordert.

Die Staatsanwaltschaft beantragte am Mittwoch im Prozess vor dem Landgericht vier Jahre und neun Monate sowie drei Jahre und neun Monate Haft für die heute 20 und 17 Jahre alten mutmaßlichen Täter.

Sie hatten am Abend des 1. Mai vergangenen Jahres in Kreuzberg einen Brandsatz auf Polizisten geschleudert. Bei der Attacke mit dem Molotow-Cocktail wurde eine unbeteiligte Frau schwer verletzt.

Der Prozess hatte für viel Aufmerksamkeit gesorgt. Die beiden damaligen Schüler beteuerten stets ihre Unschuld und sprachen von einer Verwechslung.

Die Staatsanwaltschaft stützte sich im wesentlichen auf die Aussagen zweier Polizisten, die die Verdächtigen bis zur Festnahme nach eigenen Angaben “allenfalls einen Sekundenbruchteil aus den Augen gelassen hätten“.

Eine Verwechslung sei ausgeschlossen. In seinem Plädoyer kritisierte Staatsanwalt Ralph Knispel Ermittlungspannen. So hätten Fahnder es versäumt, einen Benzinkanister in der Wohnung eines der Verdächtigen sicherzustellen. “Ein Fehler, der nicht hätte passieren dürfen“, sagte Knispel.

dpa

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