Sohn erzählt aus der Familiengeschichte

Max Strauß: Im Haus von Franz Josef Strauß lief Ostrock

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Bayerisches Urgestein: Der damalige Ministerpräsident von Bayern und CSU-Vorsitzende Franz Josef Strauß beim CSU-Parteitag 1985.

München -Im Haus des als scharfer Kommunismus-Kritiker geltenden CSU-Politikers Franz Josef Strauß wurden nach Angaben von dessen ältestem Sohn oft Ostrock-Lieder aus der DDR gespielt.

"Daheim bei Familie Strauß lief Ostrock? Jawohl", sagte Max Strauß der "Zeit" laut Vorabmeldung vom Donnerstag. Vor allem die Musikgruppen Puhdys und Karat hätten zum Repertoire gehört.

"Die haben musikalisch richtig was gekonnt, die Kerle", sagte der Sohn des einstigen bayerischen Ministerpräsidenten. "Da war die DDR ja viel besser aufgestellt als die ganzen flachen Schlager-Bürschel bei uns!" Die jeweils neusten Musikalben "von sämtlichen DDR-Stars" erhielt Max Strauß demnach in den 1980er Jahren vom DDR-Devisenbeschaffer Alexander Schalck-Golodkowski als persönliche Geschenke. "Die hatte ich mir von ihm gewünscht", sagte Strauß.

Der Kontakt zwischen der Familie Strauß und Schalck-Golodkowski sei um das Jahr 1983 entstanden, als Franz Josef Strauß, der langjährige Chef der CSU, einen Milliardenkredit zu Gunsten des SED-Staats aushandelte. Max Strauß begleitete seinen Vater damals auf eine Reise in die DDR. Der 56-Jährige lebt heute in der Nähe von Dresden und arbeitet als Generalbevollmächtigter einer Medizintechnik-Firma.

AFP

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