"Qualität der Bewerber lässt nach"

McDonald's-Vorstand kritisiert Betreuungsgeld

München - Der Personalvorstand von McDonald's Deutschland, Wolfgang Goebel, hat die Einführung des Betreuungsgeldes kritisiert. Schon jetzt lasse die Qualität der Bewerber um einen Ausbildungsplatz "spürbar" nach.

„In manchen Familien findet Erziehung im herkömmlichen Sinne heute leider nur noch unzureichend statt“, sagte Goebel dem MÜNCHNER MERKUR (Mittwoch). „Das heißt, die Kinder werden den Schulen einfach überlassen und haben so grundlegende Dinge wie Pünktlichkeit und Höflichkeit von zu Hause nicht mitbekommen.“ Die Schulen seien nicht in der Lage das noch zu korrigieren. „Wenn man diese Defizite vor Augen hat, ist auch das Betreuungsgeld eine falsche Entscheidung“, sagte Goebel.

McDonald's Deutschland bildet derzeit rund 2100 Auszubildende zu Fachkräften in der Gastronomie sowie zum Fachmann oder zur Fachfrau für Systemgastronomie aus. Von den 1000 angebotenen Ausbildungsplätzen habe man dieses Jahr nur 700 besetzen können, weil geeignete Bewerber fehlten, so Goebel.

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