Rentenpolitik

Merkel will bei Streit um Rente den DGB einbinden

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Der DGB fordert einen Kurswechsel in der Rentenpolitik. Foto: Stephanie Pilick

Berlin (dpa) - Bundeskanzlerin Angela Merkel will sich mit den Gewerkschaften über die umstrittene Rentenpolitik verständigen. Dazu solle es kommenden Dienstag ein Spitzengespräch zwischen der CDU und dem Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) geben, berichten die Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Zur sechsköpfigen Verhandlungsdelegation der CDU gehören demnach sowohl Rentenexperten als auch hochrangige Politiker aus der CDU-Führung wie Fraktionschef Volker Kauder, Präsidiumsmitglied Jens Spahn und die saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer.

Der DGB fordert einen Kurswechsel in der Rentenpolitik. Merkel hatte zuletzt in einem Gespräch mit der DGB-Spitze vor einer Kampagne gewarnt, die Angst vor Altersarmut befördere und im Ergebnis der AfD "in die Hände" spiele.

CDU-Präsidiumsmitglied Spahn warnt unterdessen seine Partei in der Rentenfrage vor einem "Überbietungswettbewerb" mit der SPD. Angesichts der Verhandlungen zwischen Kanzlerin Merkel (CDU) und Horst Seehofer (CSU) zur künftigen Rentenpolitik sagte Spahn den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland: "Wir müssen vermeiden, jetzt in einem Überbietungswettbewerb Erwartungen zu wecken, die später enttäuscht werden müssen." Die Milliarden, die jetzt ins Schaufenster gestellt würden, ließen sich nachhaltig nicht finanzieren.

"Zudem sollten wir endlich aufhören, die Renten-Panik zu schüren", mahnte Spahn. Es seien mehr als fünf Mal so viele Kinder in Deutschland von Armut betroffen als Rentner. Da liege das eigentliche Problem.

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