Militärrat: Keine Amnestie für Mubarak

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Keine Amnestie für den gestürzten Staatschef Husni Mubarak.

Kairo - Keine Gnade für Mubarak: Der in Ägypten regierende Militärrat hat Gerüchte über eine mögliche Amnestie für den gestürzten Staatschef zurückgewiesen. Mubarak bleibt unter Arrest.

Das Gremium reagierte damit am Mittwoch auf Medienberichte, wonach es einen solchen Schritt noch vor Eröffnung eines Verfahrens gegen Mubarak erwäge.

“Es ist absolut nicht wahr, dass der Militärrat - wie einige Medien berichteten - Schritte in Richtung Amnestierung des ehemaligen Präsidenten Mohammed Husni Mubarak oder seiner Angehörigen unternähme“, erklärte der Militärrat in Kairo. Die Generäle würden sich “nicht in juristische Verfahren einmischen“.

Mubarak-Rücktritt: Bilder von den Jubelfeiern in Kairo

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Mubarak ist derzeit in einem Krankenhaus in Scharm el Scheich (Sinai) unter Arrest. Die Behörden ermitteln gegen ihn wegen Verdachts auf Korruption und wegen seiner Rolle bei der Tötung von mehr als 800 Demonstranten bei den Protesten, die im Februar zu seinem Sturz führten. Ein Haftbefehl gegen seine Ehefrau Suzanne war am Dienstag aufgehoben worden, nachdem sie Vermögenswerte im Wert von rund 2,9 Millionen Euro dem ägyptischen Staat überschrieben hatte.

Gegen Suzanne Mubarak wird aber auch weiter wegen Verdachts der Korruption und illegalen Bereicherung ermittelt. In Untersuchungshaft sitzen zudem die beiden Söhne der Mubaraks, Gamal und Alaa. Auch sie werden der Korruption und illegalen Bereicherung verdächtigt.

Die Behörden entließen indes den langjährigen Leiter der Präsidentschaftskanzlei, Sakarija Asmi, aus der Untersuchungshaft. Der der illegalen Bereicherung verdächtigte, ehemals einflussreiche Bürochef Mubaraks hatte eine Kaution in Höhe von 200.000 Pfund (23.600 Euro) gestellt, berichtete das Internet-Portal “almasryalyoum.com“ am Mittwoch.

dpa

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