Für Schüler, Studenten und Rentner

Mindestlohn: CSU pocht auf Ausnahmeregelungen

München - Die CSU will bei den Verhandlungen über die konkrete Ausgestaltung eines gesetzlichen Mindestlohns Ausnahmen für bestimmte Bevölkerungsgruppen durchsetzen.

Schüler, Studenten und Rentner sowie ehrenamtlich Tätige sollten grundsätzlich nicht den Regelungen des Mindestlohns unterliegen, sagte Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) der "Passauer Neuen Presse" (Montagsausgabe). "Erstens muss das Ehrenamt zwingend vom Mindestlohn ausgenommen werden. Aufwandspauschalen für Trainer und Übungsleiter, etwa im Sportverein, sind kein Lohn, sondern Anerkennung", sagte Aigner.

"Zweitens sind Schüler, Studenten und Rentner, die einen Zuverdienst haben, anders zu behandeln als Arbeitnehmer, die mit einer Vollzeittätigkeit ihren Lebensunterhalt verdienen." Hochschulabsolventen dürften aber nicht mit Praktikumsstellen abgespeist werden. Nach dem Studienabschluss müsse der Mindestlohn greifen, auch wenn es sich formal um ein Praktikum handeln sollte, sagte Aigner. "Während des Studiums sehe ich das anders - egal ob Pflicht oder freiwilliges Praktikum."

Einzelne Branchen oder bestimmte Tätigkeiten aus der Mindestlohnregelung auszunehmen, bezeichnete die CSU-Politikerin als "schwierig".

afp

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