8,50 Euro zu wenig

Immer mehr fordern höheren Mindestlohn

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8,50 Euro liegen auf einer Deutschlandfahne auf einem Tisch.

Berlin - Nach Verdi-Chef Frank Bsirske fordert nun eine zweite Gewerkschaft einen höheren Mindestlohn als die angestrebten 8,50 Euro. Denn von diesem Betrag könne man kaum leben.

Die Vorsitzende der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), Michaela Rosenberger.

In der Debatte um den Mindestlohn fordert die Gewerkschaft Nahrung Genuss Gaststätten (NGG) einen höheren Satz als die geplanten 8,50 Euro pro Stunde. Der Betrag sei nicht ausreichend, sagte die NGG-Vorsitzende Michaela Rosenberger der "Bild"-Zeitung. "Das ist immer noch ein niedriger Lohn, der es kaum ermöglicht, von seiner Hände Arbeit zu leben." Ähnlich hatte sich auch schon Verdi-Chef Frank Bsirske vor dem Jahreswechsel geäußert. Ihm zufolge muss der Mindestlohn wegen steigender Preise rasch auf zehn Euro pro Stunde steigen. Die NGG vertritt rund 200.000 Mitglieder aus der Lebensmittelindustrie, von Tabakherstellern, Fleischproduzenten und aus Gaststätten.

Union und SPD haben in ihrem Koalitionsvertrag vereinbart, dass ein flächendeckender, gesetzlicher Mindestlohn von 8,50 Euro ab 2015 gelten soll. Die NGG-Vorsitzende wies im Gespräch mit "Bild" auch Befürchtungen zurück, ein Mindestlohn könne zu Arbeitsplatzverlusten führen. Mögliche Stellenstreichungen wegen des Mindestlohns lägen im verfehlten Geschäftsmodell einzelner Arbeitgeber begründet, sagte Rosenberger. In Nachbarländern, wo es den Mindestlohn bereits gebe, habe es keine großen Arbeitsplatzverluste gegeben. "Sie haben positive Erfahrungen mit dem Mindestlohn gemacht, sonst wäre er längst abgeschafft."

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AFP/dpa

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