Ein Kämpfer für die Deutsche Einheit

Regierung und CSU gedenken Franz Josef Strauß

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Gedenkgottesdienst (von links): CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt, Bayerns künftige Ministerin Ilse Aigner, CSU-Landesgruppenchefin im Bundestag, Gerda Hasselfeldt, Edmund Stoiber, Marinus Schaber (Bürgermeister von Rott) und Ministerpräsident Horst Seehofer. Auf der rechten Seite in der Kirche die Straußkinder Monika Hohlmeier, Franz Georg und dahinter Max Strauß.

Rott am Inn - 25 Jahre nach dessen Tod haben am Tag der Deutschen Einheit Staatsregierung und CSU an den früheren bayerischen Landesvater erinnert. Gebirgsschützen feuerten Salut.

Die Sonne strahlte, als Ministerpräsident Horst Seehofer gestern in Rott am Inn (Kreis Rosenheim) eintraf. Andächtig beschritt er den Friedhof der oberbayerischen Gemeinde, bis er sein Ziel erreichte: die Familiengruft der Familie Strauß. Dort legte Seehofer einen Kranz zum Gedenken an Franz Josef Strauß nieder.

25 Jahre nach dessen Tod haben am Tag der Deutschen Einheit Staatsregierung und CSU an den früheren bayerischen Landesvater erinnert. Gebirgsschützen feuerten Salut.

An dem Gedenkgottesdienst in der katholischen Pfarrkirche St. Marinus nahmen auch Edmund Stoiber, die ehemalige Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) und der Generalsekretär der CSU, Alexander Dobrindt, teil. Die Kinder von Franz Josef Strauß, Franz Georg, Max Strauß und Monika Hohlmeier mit Familien gedachten ebenfalls des Verstorbenen.

Vor 25 Jahren: Bayern weint um Franz Josef Strauß

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Seehofer würdigte Strauß bei der anschließenden Gedenkfeier als europäischen Staatsmann und politischen Visionär: „Aus tiefer Überzeugung hat Franz Josef Strauß gegen die deutsche Teilung und für die Wiedervereinigung des deutschen Volkes gekämpft“, sagte Seehofer bei der Feier mit vielen politischen Weggefährten und CSU-Spitzenpolitikern. „Der Tag der Deutschen Einheit bleibt daher immer verbunden mit dem tiefen Dank an Franz Josef Strauß für seine Verdienste um unser Vaterland.“

Der ehemalige Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU) sagte, Strauß sei durch schreckliche Erfahrungen im Zweiten Weltkrieg geprägt worden und habe später in der Regel eine Pistole dabeigehabt: „Und selbst wenn er bei meiner Frau Karin und mir zu Hause zu Gast war, setzte er sich immer so, dass er die Türe im Blick hatte. Ich sehe ihn noch da sitzen, mit seiner Pistole in der Ecke des Zimmers. Das ist wohl nur für denjenigen nachvollziehbar, der selbst Lebensgefahr erlitten hat.“

Strauß starb am 3. Oktober 1988, zwei Tage nach einem Zusammenbruch bei einer Jagd. 27 Jahre lang – von 1961 bis zu seinem Tod – war er Parteichef.

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