Schockierende Entdeckung in Thailand

Nach Tod von Schweizerin in Urlaubsparadies: Verdächtiger nennt erschütternde Details der Tat

Auf der beliebten thailändischen Ferieninsel Phuket wurde die Leiche einer 57-jährigen Schweizerin gefunden. Der verhaftete Verdächtigen äußerte sich nun zu der Tat.

Update vom 8. August: Nach dem gewaltsamen Tod einer Schweizerin auf der thailändischen Urlaubsinsel Phuket hat die Polizei einen Verdächtigen festgenommen (siehe auch Update vom 7. August). Die Details um das Verbrechen sind erschütternd.

Phuket: Nach Verbrechen an Schweizerin - Überwachungskamera bringt Polizei auf Spur

Aufnahmen einer Überwachungskamera hätten die Polizei auf die Spur des 27-jährigen Thailänders gebracht, sagte ein Sprecher der Nationalpolizei auf einer Pressekonferenz in Bangkok am Sonntag. Dort gestand der Mann auch die Tat.

Auf den Aufnahmen war der Polizei zufolge zu sehen, dass der Verdächtige auf einem Motorrad etwa zur selben Zeit wie die Schweizerin zu dem Wasserfall gefahren war, an dessen Fuß die Leiche der 57-Jährigen am Donnerstag gefunden worden war (siehe Erstmeldung).

Der 27-Jährige erklärte auf der Pressekonferenz, an der er per Telefonschalte und in Anwesenheit seines Anwalts teilnahm, er habe die Frau erwürgt und im Anschluss umgerechnet rund acht Euro an sich genommen. Er bat die Familie der Getöteten um Verzeihung.

Die halbnackte Leiche der 57-Jährigen war in eine schwarze Plane gehüllt am Fuße des Wasserfalls gefunden worden. In der Nähe der Leiche wurden laut Polizei das Mobiltelefon, eine kurze Hose und die Turnschuhe der Schweizerin entdeckt.

Die Schweizer Touristin hatte die Insel im Zuge des sogenannten „Sandbox“-Programms alleine besucht, das es geimpften Reisenden ermöglicht, ohne Quarantäne-Auflagen einzureisen. Seit dem Start des „Sandbox“-Programms am 1. Juli sind mehr als 16.000 Menschen nach Phuket gereist. Die Insel will damit die von der Pandemie angeschlagene Tourismusbranche wieder in Schwung bringen.

Phuket: Polizei nimmt nach Tod von Schweizerin Verdächtigen fest.

Polizei auf Phuket nimmt nach Tod von Schweizerin Verdächtigen fest

Update vom 7. August: Bei ihren Ermittlungen rund um den Tod einer Schweizerin auf der Insel Phuket hat die thailändische Polizei einen Verdächtigen festgenommen. Das berichtete am Samstag der Sender Thai PBS unter Berufung auf örtliche Beamte. Demnach handelte es sich um einen thailändischen Mann, der auf dem Polizeirevier verhört werde. Es gebe eindeutige Beweise, wurde die Polizei zitiert, die wegen Mordes ermittelte. Der Verdächtige soll dem Bericht zufolge ein Geständnis abgelegt haben.

Erstmeldung vom 6. August:

Phuket - Vergangenen Donnerstag haben ansässige Dorfbewohner auf der Insel Phuket eine Leiche am Fuße des Ao Yon-Wasserfalls im Unterbezirk Wichit entdeckt. Die Meldung sei bei Polizei und Behörden um 13.30 Uhr eingegangen, wie die thailändische Zeitung Bangkok Post berichtete.

Phuket ist die größte Insel Thailands und aktuell Teil eines Pilotprojekts, mit dem die Regierung versucht, den angeschlagenen Tourismussektor trotz der Corona-Pandemie zum Laufen zu bringen. Die Leiche sei unter einer schwarzen Plane versteckt worden. Ein Stein habe den Kopf unter Wasser gehalten. Gefunden wurde sie laut Bangkok Post, da ein Fuß aus dem Wasser ragte.

Mord in Thailand: Leiche von 57-jähriger Schweizerin auf Phuket gefunden

Unter der Plane entdeckte die Polizei die Leiche einer circa 164 cm großen Frau mit blonden, kurzen Haaren. Bei ihr fand man ein rosa Shirt, eine schwarze Jacke und eine Halskette mit einer silbernen Münze. Weiter unten im Bach wurden die Shorts und die Unterwäsche des Opfers, sowie Rucksack, Handy, Schuhe und Reisepass, entdeckt. Durch die Ausweise und Namenskarten könne darauf geschlossen werden, dass es sich bei der Schweizerin um eine Mitarbeiterin des Parlaments in Bern handeln könnte, so die Zeitung.

Nach dem Mord wurden Blumen am Ort der Tat niedergelegt.

Laut der Thailändischen Einwanderungspolizei sei das Opfer am 13. Juli mit dem Flugzeug aus Singapur auf die Insel gereist, um an einem Pilotprojekt zur Wiederbelebung des Tourismus teilzunehmen. Eien Zeugin hatte sie zuletzt vergangenen Dienstag (03.08) gegen 14 Uhr gesehen, wie sie das Hotel verlassen hatte und in Richtung Strand ging. Nach Angaben der thailändischen Behörden liegt der Todeszeitpunkt nicht mehr als drei Tage zurück. Man gehe davon aus, dass das Opfer zuerst vergewaltigt und dann ermordet worden sei, wie Bangkok Post unter Berufung auf Quellen der thailändischen Polizei bekannt gab. Die Plane und der Stein, mit dem die Leiche im Wasser versenkt wurde, dienten wohl dazu, die Tat zu verschleiern.

Thailändische Behörden: „Ich werde alles daran setzen, die Täter selbst so schnell wie möglich zu fassen“

Der Inselgouverneur, Narong Woonciew, gab bei einer Pressekonferenz bekannt, dass alle zuständigen Behörden, einschließlich seiner selbst, untersuchen werden, was passiert sei, um dem Opfer Gerechtigkeit widerfahren zu lassen. Der Thailändische Außenminister habe zudem dem Schweizer Botschafter sein Beileid zum Ausdruck gebracht. Weiter kündigte der oberste Polizeichef des Landes, Suwat Jangyodsuk, an, dass er selbst sich an den Ermittlungen engagieren werde, um den Täter zu fassen.

Auch die Schweizer Honorarkonsulin auf Phuket, Andrea Kotas Tammathin, zeigte sich schockiert. Phuket sei für seine Gastfreundschaft, Freundlichkeit und Liebenswürdigkeit bekannt. Es sei ein trauriger Tag für Phuket“ sagte sie in einer eigens einberufenen Medienkonferenz. Nun soll die Leiche des 57-jährigen Opfers in einem Vachira Phuket Krankenhaus obduziert werden, um die Todesursache eindeutig festzustellen. Die Ergebnisse würden eventuell noch diesen Freitag öffentlich gemacht, sagte der Direktor des Krankenhauses.

Rubriklistenbild: © Uncredited/dpa/AP/picture alliance

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