Ermordete Polizistin

Mutter will im NSU-Prozess nicht aussagen

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Kollegen der ermordeten Polizistin Michèle Kiesewetter erweisen ihr die letzte Ehre.

München - Die Mutter der in Heilbronn ermordeten Polizistin will nicht als Zeugin im NSU-Prozess aussagen. Ihre Anwältin sagte, die Mutter sei dazu psychisch nicht in der Lage.

Die Mutter der in Heilbronn ermordeten Polizistin Michèle Kiesewetter will nicht als Zeugin im NSU-Prozess aussagen.

Sie habe bei Gericht beantragt, die 53-Jährige nicht als Zeugin zu vernehmen, sagte die Anwältin der Mutter am Freitag. „Frau Kiesewetter ist psychisch nicht dazu in der Lage, als Zeugin auszusagen. Sie hat sich bislang tapfer gehalten, aber die Situation ist für sie sehr belastend.“

Dem Antrag seien zwei ärztliche Atteste beigefügt, die belegten, dass die Mutter nicht vernehmungsfähig sei. „Seit dem Mord an ihrer Tochter ist sie in psychologischer Behandlung. Wenn sie aussagen müsste, würde das einen großen Rückschlag bedeuten“, sagte Anwältin Birgit Wolf. Außerdem sei Kiesewetter schwer erkrankt. Die Ostthüringer Zeitung hatte zuerst über den Antrag berichtet.

Laut Anklage erschossen die Neonazi-Terroristen Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt die Polizistin Michèle Kiesewetter am 25. April 2007 in Heilbronn, als sie mit einem Kollegen im Streifwagen saß und Pause machte. Der Kollege überlebte das Attentat schwer verletzt mit einem Kopfschuss. Beate Zschäpe ist als Mittäterin an allen Anschlägen des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ (NSU) angeklagt.

lby

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