Noch keine heiße Spur

Nach Brandanschlägen: Profiler kommen zum Zug

Vorra - Verstärkung bei den Ermittlungen:  Nach den Anschlägen auf Flüchtlingsunterkünfte in Vorra werden nun Profiler eingesetzt. Sie sollen den Kreis der Verdächtigen eingrenzen.

Bei der Suche nach den Brandstiftern im mittelfränkischen Vorra setzt die Sonderkommission nun auch auf die Unterstützer sogenannter Profiler. Die Kripospezialisten wollen anhand der Tatumstände ein Profil des oder der Täter entwerfen.

Auf diese Weise solle versucht werden, den Kreis der Verdächtigen einzuschränken, erläuterte eine Polizeisprecherin an diesem Dienstag in Nürnberg. „Wir versuchen bei den Ermittlungen alle Möglichkeiten auszuschöpfen“, fügte sie hinzu. Zugleich ließ die Soko „Vorra“ 360-Grad-Aufnahmen vom Tatort anfertigen. Eine heiße Spur gebe es noch nicht.

Unbekannte hatten Ende vergangener Woche in dem 1700-Einwohner-Ort einen als Flüchtlingsunterkunft umgebauten Gasthof samt Scheune sowie ein frisch renoviertes Wohnhaus in Brand gesteckt. Auf ein Nebengebäude sprühten die Unbekannten eine Neonaziparole sowie zwei Hakenkreuze. Ursprünglich hatten im Januar rund 70 Flüchtlinge die Unterkünfte beziehen sollen. Nach den Brandanschlägen sind sie aber erst einmal unbewohnbar.

dpa 

Rubriklistenbild: © dpa

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