Wegen CSU-Anruf

Niebel bezeichnet Bayern als Entwicklungsland

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FDP-Präsidiumsmitglied und Entwicklungsminister Dirk Niebel

Hamburg - FDP-Präsidiumsmitglied und Entwicklungsminister Dirk Niebel hat sich nach dem CSU-Anruf beim ZDF kritisch über Bayern und den Koalitionspartner geäußert.

„Manche Länder des Südens sind gerade deshalb Entwicklungsländer, weil ihre Regierungen die Pressefreiheit nicht achten“, sagte Niebel am Donnerstag „Zeit Online“. „Ich dachte bislang aber, das Phänomen trete eher außerhalb Mitteleuropas auf.“

Über CSU-Chef Horst Seehofer, der des Öfteren gegen die Liberalen stichelt, sagte Niebel: „Mein guter Freund Horst steht vor einem Landtagswahlkampf in Bayern, und er braucht daher ein gewisses Maß an Aufmerksamkeit.“ Der Christsoziale habe seine Partei auch nicht immer im Griff, wenn es um Entscheidungen der Koalition gehe: „Seehofer hat da durchaus Probleme mit seiner CSU.“

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CSU-Sprecher Hans Michael Strepp hatte am Wochenende in der „heute“-Redaktion des ZDF angerufen. Dabei versuchte er dem Sender zufolge vergeblich, einen Bericht in der Hauptnachrichtensendung um 19.00 Uhr über den Landesparteitag der bayerischen SPD in Nürnberg zu verhindern. ZDF-Chefredakteur Peter Frey hatte mitgeteilt, der Anruf sei „eindeutig gewesen“, aber man sei dem Auftrag zur Berichterstattung nachgekommen.

dapd

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