Angriffe auf türkische Demonstration

Nach Krawallen pocht Aschaffenburger Stadtrat auf Spielregeln

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Am Ostersonntag wurden türkische Demonstranten in Aschaffenburg von Kurden angegriffen.

Aschaffenburg - Am Ostersonntag wurde eine türkische Demonstration in Aschaffenburg von Kurden angegriffen. Der Stadtrat sprach sich nun für die Einhaltung der demokratischen Grundsätze aus.

Nach den Attacken von Kurden auf eine von überwiegend nationalistischen Türken organisierte Demonstration in Aschaffenburg hat sich der dortige Stadtrat geschlossen für die Einhaltung der demokratischen Grundsätze ausgesprochen. „Die Regeln unserer demokratischen Grundordnung und des Grundgesetzes müssen strengstens beachtet werden“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung sämtlicher Stadtratsparteien und -gruppierungen sowie der Verwaltung. Die politische Diskussion müsse von der Akzeptanz der kulturellen, ethischen, sozialen, religiösen und politischen Vielfalt gekennzeichnet sein.

Man sei sich darüber einig, dass in Aschaffenburg Gewalt als Mittel der politischen Auseinandersetzung kategorisch abgelehnt werde, hieß es in der Mitteilung vom Donnerstag. Übergriffe auf die Polizei würden nicht toleriert, Demonstrationen müssten durch das Bekenntnis zu den verfassungsrechtlich fixierten Grundrechten und die freiheitlich demokratische Grundordnung geprägt sein. Auch müsse das in der Verfassung verbürgte Demonstrationsrecht respektiert werden.

Rund 600 türkische Teilnehmer einer Kundgebung waren am Ostersonntag von mehreren hauptsächlich aus Südhessen und dem Raum Stuttgart angereisten Kurden angegriffen worden. Anschließend verschanzten sich die Angreifer in einem Haus. Erst mit einem Großeinsatz der Polizei konnten 36 Tatverdächtige vorläufig festgenommen werden.

dpa

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