Nach Putsch: Schwere Kämpfe in Burundi

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Nach dem Militärputsch gehen in Bujumbura Menschen auf die Straße. Foto: Landry Nshimiye

Bujumbura (dpa) - Nach der Machtübernahme durch das Militär in Burundi sind in der Hauptstadt Bujumbura offenbar schwere Kämpfe zwischen Anhängern des Putschisten Godefroid Niyombare und Getreuen von Präsident Pierre Nkurunziza entbrannt.

Augenzeugen berichten von Feuergefechten und Explosionen. Unbekannte hätten zudem verschiedene private Radiostationen unter anderem mit Granaten angegriffen.

Niyombare hatte gestern im Sender Radio Isanganiro angekündigt, Nkurunziza sei abgesetzt und die Armee habe die Kontrolle über das Land. Der Präsident, der sich zu diesem Zeitpunkt im Nachbarland Tansania zu einem Burundi-Krisengipfel der Ostafrikanischen Gemeinschaft aufhielt, erklärte, der Putschversuch sei gescheitert.

Niyombare ließ am Mittwochabend den Flughafen und die Grenzen sperren, um eine Rückkehr des Staatschefs zu verhindern. Verschiedene Medien berichteten, Nkurunziza habe dies versucht. Da er aber nicht in Burundi landen konnte, sei er wieder nach Tansania geflogen.

Zuvor war es zu wochenlangen Massenprotesten in dem armen Land gekommen, weil Nkurunziza entgegen der Verfassung bei der Präsidentenwahl Ende Juni für eine dritte Amtszeit kandidieren wollte. In Burundi war erst vor zwölf Jahren ein blutiger Bürgerkrieg mit mehr als 300 000 Opfern beendet worden.

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