Nach Sex-Urteil

Sixt-Werbung verspottet Berlusconi

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Die Berlusconi-Werbung hat der Autovermieter Sixt auf seiner Facebook-Seite hochgeladen.

München - Die neue Werbung des Autovermieters Sixt macht sich nach Silvio Berlusconis Verurteilung wegen Sex mit der Prostituierten "Ruby" über den Ex-Regierungschef von Italien lustig.

Unter dem Bild eines nicht sonderlich begeistert wirkenden Berlusconi ist zu lesen: "7 Jahre einsitzen? (Für € 4,5 Millionen)". Daneben ist ein Mercedes-Coupé abgebildet mit dem Text "1 Tag zweisitzen! (Für €143,-/Tag unter sixt.de)". 

Hintergrund: Ein Mailänder Gericht hatte Berlusconi am Montag wegen Sex mit der minderjährigen Prostituierten "Ruby" und wegen Amtsmissbrauchs zu sieben Jahren Haft verurteilt. Nach Darstellung der Anklage hat Berlusconi insgesamt mehr als 4,5 Millionen Euro für die "Rubys" Dienste gezahlt. Dem 76-Jährigen wurde am Montag zudem verboten, lebenslang ein öffentliches Amt zu bekleiden.

Mehr zu der Kampagne im Sixt-Blog

Silvio Berlusconi: Seine Affären und Skandale

Silvio Berlusconi: Seine Affären und Skandale

Damit droht Berlusconis jahrzehntelanger politischer Karriere das Aus. Gegen das Urteil kann der Milliardär aber noch in zwei weiteren Instanzen Berufung einlegen - was sein Verteidiger Niccolo Ghedini auch unmittelbar nach dem Urteil ankündigte. Der Richterspruch sei ungerecht und „jenseits aller Realität“, sagte er.

Berlusconi hat empört auf das Urteil gegen ihn reagiert und „Widerstand“ angekündigt. „Ich war wirklich überzeugt, dass sie mich freisprechen, weil es nach den Fakten keine Möglichkeit gab, mich zu verurteilen“, sagte der 76-Jährige in einer Stellungnahme nach seiner Verurteilung.

„Stattdessen wurde ein unglaubliches Urteil gesprochen mit einer noch nie gesehenen Gewalt, um zu versuchen, mich aus dem politischen Leben dieses Landes auszuschließen“, klagte Berlusconi.

„Es ist nicht nur eine Sache von Ungerechtigkeit, es ist ein Angriff gegen alle Italiener, die an mich geglaubt haben und Vertrauen in meinen Einsatz für das Land hatten“, sagte der Medienzar.

Er werde der Verfolgung Widerstand leisten und seinen Kampf für ein wirklich freies und gerechtes Italien fortsetzen, kündigte der dreifache Ministerpräsident an.

fro/dpa/AP

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