30. Jahrestag seiner Kanzler-Wahl

Union feiert den Beginn der Ära Helmut Kohl

+
Der damalige CDU-Parteivorsitzende Helmut Kohl wird am 01.10.1982 in Bonn vom damaligen Bundestagspräsident Richard Stücklen (CSU, vorn) als neuer Bundeskanzler vereidigt.

Berlin - Helmut Kohl kommt in die Unionsfraktion, die er 2002 nach der CDU-Spendenaffäre im Gram verlassen hat. Die Union feiert den 30. Jahrestag seiner ersten Kanzler-Wahl.

Zehn Jahre war er nicht mehr dort. Verabschiedet in Unfrieden mit der Partei, der er mehr als fünf Jahrzehnte gedient hatte und sie zum Schluss mit einer Spendenaffäre in ihre wohl größte Krise stürzte. Zehn Jahre ist es her, dass er den Saal seiner Unionsfraktion im Bundestag nicht mehr betreten hat.

Und nun kommt er. Der einstige Übervater der CDU, der Kanzler der Einheit, der Baumeister eines gemeinsamen Europas. An diesem Dienstag betritt er jene Räume, die er 2002 unglückselig verlassen hat. Nun feiert die Fraktion den 30. Jahrestag der ersten Wahl Helmut Kohls zum Bundeskanzler (1. Oktober), und der heute 82-jährige kranke Mann hat seine Teilnahme zugesagt. Versöhnung?

Das war die Ära Helmut Kohl

Helmut Kohl, der Kanzler der Einheit wird am Samstag, 3. April, 80 Jahre alt. Ein Rückblick a uf die "Ära Kohl". © dpa
1946 tritt Helmut Kohl in die CDU ein. Schnell erarbeitet er sich in der Partei den Ruf eines ehrgeizigen Politik-Talents und Machers. 1966 wird Kohl CDU-Landesvorsitzender. Das Bild zeigt ihn 1967 mit Altkanzler Konrad Adenauer ( CDU). © dpa
1969 wird Kohl Ministerpräsident von Rheinland Pfalz. Vorgänger Peter Altmeier (rechts) macht dem CDU-Jungstar nicht ganz freiwillig Platz. Der Machtstartege Kohl hatte den CDU-Landesverband hinter sich gebracht, der die Ablösung des Ministerpräsidenten forcierte. © dpa
Kohl erarbeitet sich als Ministerpräsident schnell den Ruf eines Modernisierers. Nach den Landtagswahlen im Mai 1971, bei denen die CDU die absolute Mehrheit erreicht, kann Kohl eine CDU-Alleinregierung bilden. © dpa
Als Ministerpräsident bringt er eine umfangreiche Gebiets- und Verwaltungsreform in Rheinland-Pfalz auf den Weg. Zudem reformiert er das Sozial- und Gesundheitswesen des Landes. © dpa
Das Bild zeigt ihn als Landesvater mit seiner Frau Hannelore und seine Söhnen Peter (rechts) und Walter (links). Aber Kohl sieht das Amt des Ministerpräsidenten nicht als Höhepunkt seiner Karriere. Sein Ehrgeiz reicht längst über die Landesgrenzen hinaus. © dpa
1971 kandidiert Kohl für den Parteivorsitz. Er unterliegt aber bei der Wahl gegen Rainer Barzel. Der wiederum scheitert im folgenden Jahr als CDU-Kandidat bei der Bundestagswahl gegen Willy Brandt. 1973 wird schließlich Kohl zum Parteivorsitzenden gewählt. © dpa
Bei der Bundestagswahl 1976 kandidiert Kohl gegen Kanzler Helmut Schmidt ( SPD, links). Die CDU verfehlt die absolute Mehrheit mit 48,6 Prozent nur knapp. Schmidts sozialliberale Koalition kann weiterregieren. Kohl tritt als Ministerpräsident zurück und wird Oppositionsführer in Bonn. © dpa
Nach der Wahl kommt es unerwartet zum Riesenkrach in der Union: CSU-Chef Franz Josef Strauß (rechts) meint, dass die CDU und Kohl die Regierung im Wahlkampf nicht hart genug angegriffen hätten. Zudem macht Strauß keinen Hehl aus der Tatsache, dass er sich für den weitaus fähigeren Politiker als Kohl hält. © dpa
In einer nicht für die Öffentlichkeit gedachten Rede spricht Strauß damals Klartext: „ Helmut Kohl wird nie Kanzler werden. Er ist total unfähig. Er hat weder die charakterlichen, geistigen noch politischen Voraussetzungen.“ © dpa
Im bayerischen Wildbad Kreuth kündigt die CSU Ende 1976 die Fraktionsgemeinschaft mit der CDU auf. Und: Strauß will die CSU zur bundesweit wählbaren Partei machen. © dpa
Da kontert Kohl: Wenn Strauß das durchzieht, so droht er, dann würde er die CDU eben auch in Bayern einmarschieren lassen. Und die würde der CSU dann wichtige Stimmen aus dem bürgerlichen Lager wegnehmen. Strauß fürchtet um die absolute CSU-Mehrheit in Bayern. © dpa
Deswegen nimmt die CSU den Trennungsbeschluß zurück. Ein Sieg für Kohl und die CDU. Doch die Auseinandersetzung mit Strauß ist noch lange nicht zu Ende. © dpa
1979 will Kohl den niedersächsichen Ministerpräsidenten Ernst Albrecht (Foto) zum CDU-Kanzlerkandidaten für die Wahl im kommenden Jahr machen. Da presst die CSU Franz Josef Strauß als Unions-Kandidaten durch.  © dpa
Für Strauß ist es die einzige und letzte Chance Kanzler zu werden. Und er scheitert. Zwar wird die Union mit 44,5 Prozent stärkste Partei, aber auch Strauß verfehlt die absolute Mehrheit, die nötig wäre, um die SPD/ FDP-Regierung abzulösen. Damit ist Strauß für Kohl als Kanzler-Konkurrent aus dem Weg geräumt. © dpa
Kohls Stunde kommt 1982. Die sozialliberale Regierung hat sich zerstritten, die FDP kündigt die Koalition mit der SPD auf. Kohl hat längst die FDP für eine Koalition umworben. Und die Liberalen schwenken nun um. © dpa
Mit einem konstruktiven Misstrauensvotum wird SPD-Kanzler Schmidt (rechts) am 1. Oktober 1982 mit den Stimmen von Union und FDP abgewählt - und gleichzeitig Kohl zum neuen Kanzler gewählt. © dpa
Kohl setzt per Vertrauenfrage Neuwahlen an - allerdings erst in einem halben Jahr. Denn die Wut der Wähler gegen die "Wendehälse" der FDP ist riesengroß. Kohl will warten. bis sich der Ärger wieder gelegt hat.  © dpa
Der Plan geht auf. Bei der Bundestagswahl holt die schwarz-gelbe Koalition die Mehrheit. SPD-Kandidat Hans-Jochen Vogel scheitert klar gegen Kohl. © dpa
Die ersten Jahre von Kohls Kanzlerschaft sind von einem wirtschaftlichen Aufschwung geprägt. Zudem setzt Kohl den noch unter der Regierung Schmidt gefassten NATO-Nachrüstungsbeschluss gegen die Proteste der Friedensbewegung durch. © dpa
In den 1980er Jahren erschüttert die Flick-Parteispendenaffäre die Republik. Dabei kam heraus, dass sich Union, SPD und FDP über das Parteiengesetz hinweggesetzt hatten. Kohl übersteht die Affäre. © dpa
Große Geste: Am 22. September 1984 treffen sich Kohl und der französische Präsident François Mitterrand am Ort der Schlacht um Verdun (Frankreich), um gemeinsam der Toten der beiden Weltkriege zu gedenken. Das Foto ihres minutenlangen Händedrucks wird zum Symbol der deutsch-französischen Aussöhnung. © dpa
1985 kommt es dagegen zu einer hitzigen Debatte: Am 5. Mai 1985 legen Kohl und US-Präsident Ronald Reagan zum 40. Jahrestag des Kriegsendes in Bitburg einen Kranz auf dem Soldatenfriedhof nieder. Da dort auch Angehörige der Waffen-SS begraben sind, wurden Proteste aus der ganzen Welt laut. © dpa
Bei der Bundestagswahl 1987 scheitert NRW-Ministerpräsident Johannes Rau ( SPD) klar als Kanzlerkandidat gegen Helmut Kohl. © dpa
Im Spätsommer 1989 sind die Umfragewerte für die CDU/ CSU miserabel. Viele Unionspolitiker fürchten: Es gibt keine Chance mehr, mit Helmut Kohl die nächsten Wahlen zu gewinnen. Auf dem Bremer CDU-Parteitag 1989 (Foto) planen "Parteifreunde" seinen Sturz. © dpa
Sein langjähriger Weggefährte Heiner Geißler (Foto rechts) bereitet den Putsch vor. Der Parteitag soll den beliebten Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg, Lothar Späth, als neuen Kanzler vorschlagen. © dpa
Doch Kohl (der damals an Prostata-Beschwerden leidet) bringt mit äußerster Kraft und an der Grenze der körperlichen Leistungsfähigkeit die Partei hinter sich. Späth (links) verlässt der Mut. Er verzichtet auf die Kandidatur. Kohls Getreue spotten über das schwäbische "Brutusle". © dpa
Im Herbst 1989 schlägt Kohls größte Stunde. Am 9. November fällt die Berliner Mauer, das DDR-Regime steht vor dem Kollaps. Kohl sieht nun eine einmalige Chance für die Wiedervereinigung gekommen, die viele Politiker längst abgeschrieben hatten.  © dpa
Kohl erkennt die nationale Euphorie im Land und handelt mit äußerster Konsequenz.  © dpa
Ohne Absprache mit dem Koalitionspartner FDP und den westlichen Bündnispartnern legt Kohl  schon am 28. November 1989 im Bundestag ein „Zehn-Punkte-Programm zur Überwindung der Teilung Deutschlands und Europas“ vor. © dpa
Wichtig sind auch Kohls vertrauensvolle Beziehungen zu US-Präsident George Bush. Der Kanzler gewinnt Bush als Fürsprecher der Wiedervereinigung.  © dpa
Dann kann Kohl auch den sowjetischen Staats- und Parteichef Michail Gorbatschow überzeugen: Es ist allein die Sache der Deutschen, über die Einheit ihres Landes zu entscheiden. Mit der Zustimmung der USA und der Sowjetunion steht der Wiedervereinigung nichts mehr im Weg.  © dpa
Am 3. Oktober 1990 dann ist es soweit: Die Teilung Deutschlands ist zu Ende. Die deutsche Einheit ist Realität geworden. © dpa
Der gläubige Christ Kohl sagt rückblickend (im Bezug auf Bismarck) über die Ereignisse der Jahre 1989 und 1990: Wenn der Mantel Gottes durch die Geschichte wehe, müsse man zuspringen und ihn festhalten. © dpa
Im Zuge der Wiedervereinigung wächst Kohls Beliebtheit. Bei der Bundestagswahl 1990 gewinnt Kohl gegen den SPD-Kandidaten Oskar Lafontaine (links). © dpa
1991 wird Berlin wieder zur Bundeshauptstadt. Dafür hatte Kohl sich klar ausgesprochen. Der Bundestag beschließt seinen Umzug vom Rhein an die Spree.  © dpa
Nach der knapp gewonnenen Bundestagswahl 1994 wird Kohl erneut zum Bundeskanzler gewählt. Diesmal setzt er sich gegen den Ministerpräsidenten von Rheinand-Pfalz, Rudolf Scharping ( SPD, rechts), durch. © dpa
Am 31. Oktober 1996 feiert Kohl feiert sein Amtsjubiläum: An diesem Tag überrundet er als dienstältester Kanzler mit 5145 Amtstagen jeden seiner Vorgänger. © dpa
Ein wichtiges Anliegen Kohls (links: der damalige Finanzminister Theo Waigel, CSU) ist das Zusammenwachsen Europas. Am 23. April 1998 stimmt der Bundestag mit großer Mehrheit für die Teilnahme Deutschlands an der Europäischen Währungsunion. Damit wird der Euro eingeführt. © dpa
Nach 16 Jahren Kohl-Regierung wächst im Land die Wechselstimmung. Der Kanzler denkt nicht daran, seinen Platz für einen jüngere Unions-Politiker zu räumen. Von der Anti-Kohl-Stimmung will die SPD bei der Bundestagswahl 1998 profitieren (Foto: SPD-Wahlplakat). © dpa
Mit Erfolg: SPD-Kandidat Gerhard Schröder (rechts) kann nach der Wahl am 27. September 1998 eine rot-grüne-Koalition bilden. Es ist das Ende der Ära Kohl. © dpa
Zunächst wird allenthalben Kohls Lebenleistung gerühmt: Im Oktober 1998 beschließen die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union, Kohl zum Ehrenbürger Europas zu ernennen. Zudem wird er Ehrenvorsitzender der CDU. Die Hymnen auf den Einheitskanzler Kohl erklingen ungefähr ein Jahr lang. © dpa
Dann kommt es Ende 1999 zum Spendenskandal: Es kommt heraus, dass die CDU unter Kanzler Kohl geheime Konten geführt und illegale Spenden angenommen hat. © dpa
Der Affäre wird umso größer, als der Altkanzler gesteht, zwischen 1993 und 1998 Spenden in Höhe von bis zu zwei Millionen Mark in bar angenommen und nicht deklariert zu haben. Die Namen der Spender verrät Kohl bis heute nicht. Er habe ihnen sein Ehrenwort gegeben, betont er. © dpa
Von Dezember 1999 bis Juni 2002 beschäftigt sich ein Untersuchungsausschuss des Bundestages mit der Frage, ob die Regierung Kohl käuflich war oder nicht. Für die CDU sind die Folgen katastrophal. © dpa
Zudem kommt heraus, dass CDU-Chef Wolfgang Schäuble (Mitte) eine 100.000-Mark-Spende des Waffenhändlers Karlheinz Schreiber angenommen hat. Dafür muss Schäuble seinerseits den Hut als Parteichef nehmen. Kohl selbst legt den CDU-Ehrenvorsitz nieder. © dpa
Weil Kohl die Spendernamen verschweigt, verhängt die Bundestagsverwaltung gegen die  CDU im Juli 2000 eine Strafe in Höhe von rund 6,5 Millionen Mark, die die Union akzeptiert. Als Ausgleich für den Schaden überweist Kohl aus privaten Spenden aufgebrachte acht Millionen Mark an die Parteikasse. © dpa
Im Jahr 2001 wird schließlich ein Ermittlungsverfahren wegen Untreue gegen Kohl gegen Zahlung einer Geldbuße von 300.000 Mark eingestellt. © dpa
Am 5. Juli 2001 dann ein großer Schicksalsschlag: Helmut Kohls Frau Hannelore nimmt sich im Alter von 68 Jahren das Leben. Sie hatte jahrelang unter einer Lichtallergie gelitten. © dpa
Nach der Bundestagswahl 2002 scheidet Kohl aus Altersgründen aus dem Bundestag aus. In den folgenden Jahren widmet er sich dem Schreiben seiner "Erinnerungen", die in mehreren Bänden erscheinen. © dpa
Seit 2005 lebt Helmut Kohl in einer festen Beziehung mit der 35 Jahre jüngeren Volkswirtin Maike Richter. © dpa
Am 8. Mai 2008 heiratet Kohl seine Lebensgefährtin in der Kapelle der Orthopädischen Universitätsklinik Heidelberg. © dpa
Seit einem schlimmen Sturz im Jahr 2007 sitzt Kohl im Rollstuhl. (Auf dem Foto rechts: Bundespräsident Horst Köhler) © dpa
Welche Auszeichnung würde Helmut Kohls Lebenswerk noch krönen? Jahr für Jahr wird er als Kandidat für den Friedensnobelpreis ins Gespräch gebracht. Bislang hat der Kanzler der Einheit diesen Preis noch nicht bekommen. Bislang... © dpa
Bereits vor der Verkündung des Abstimmungsergebnisses beglückwünschen Parteifreunde den damaligen CDU-Vorsitzenden Helmut Kohl (M) am 01.10.1982 im Bundestag in Bonn zur Wahl zum Bundeskanzler.

Die höchste Hürde für eine Wiedervereinigung des Rekord-Kanzlers (16 Jahre) und Rekord-Parteivorsitzenden (25 Jahre) mit der Partei trägt diesen Namen: Angela Merkel. Kohls Erbin von Kanzleramt und Parteivorsitz war es, die der CDU 1999 als damalige Generalsekretärin auf dem Höhepunkt der Spendenaffäre mit einem legendären Aufruf in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ die Loslösung von Kohl empfahl.

Kohl hatte kurz zuvor eingestanden, von 1993 bis 1998 Geld für die Partei entgegengenommen zu haben, ohne sie als Spende auszuweisen. Die Namen der Geldgeber nannte er mit der Begründung nicht, dass er ihnen sein Ehrenwort gegeben habe. Die Republik war erschüttert. Spekulationen, wer der CDU am Gesetz vorbei Bares gegeben hatte, schossen ins Kraut. Kohl wurde „Herrscher über schwarze Kassen“ genannt. 2000 gab er den CDU-Ehrenvorsitz verbittert zurück und schwieg weiter über die Namen. Bis heute.

Sie waren die Chefs der CDU

Sieben Bundesvorsitzende hatte die CDU seit dem Gründungsparteitag 1950: Sechs Chefs und eine Chefin. Wir zeigen die Vorsitzenden der Christlich Demokratischen Union. Das Bild zeigt zwei von ihnen: Rechts Konrad Adenauer, links Ludwig Erhard. © dpa
Konrad Adenauer: Der "Alte vom Rhein" führte die CDU fast 16 Jahre lang vom Oktober 1950 bis zum März 1966. Adenauer war von 1949 bis 1963 der erste Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland. © dpa
Ludwig Erhard: "Mister Wirtschaftswunder" stand von März 1966 bis Mai 1967 an der Spitze der CDU. Höchst erfolgreich als Wirtschaftsminister von 1949 bis 1963. Zunehmend glücklos als Bundeskanzler von 1963 bis 1966. © dpa
Kurt Georg Kiesinger war von Mai 1967 bis Oktober 1971 Chef der CDU. Von 1966 bis 1969 regierte Kiesinger als Kanzler einer Großen Koalition aus CDU, CSU und SPD. Nach seiner Abwahl blieb er noch fast zwei Jahre CDU-Vorsitzender. © dpa
Rainer Barzel wurde im Oktober 1971 an die Spitze der CDU gewählt. Er versuchte 1972 vergeblich, Kanzler Willy Brandt (SPD) über ein konstruktives Misstrauensvotum zu stürzen, um an Brandts Stelle selbst zum Kanzler gewählt zu werden. 1972 verlor er auch noch die Bundestagswahl gegen Brandt. Er blieb noch bis Juni 1973 CDU-Chef. © dpa
Helmut Kohl wurde im Juni 1973 zum CDU-Vorsitzenden gewählt. Von 1982 bis 1998 war Kohl Bundeskanzler. In seine Amtszeit fällt die Wiedervereinigung 1990. Nach seiner Abwahl im September 1998 legte Kohl den CDU-Vorsitz nieder. © dpa
Wolfgang Schäuble wurde am 7. November 1998 zum CDU-Vorsitzenden gewählt. Im Laufe des folgenden Jahres wurde er als möglicher Kanzlerkandidat der Union gehandelt. Schäuble trat Anfang 2000 im Zuge der CDU-Spendenaffäre zurück. Von 2005 bis 2009 war er Innenminister in der Großen Koalition. Seit Ende 2009 ist er Bundesfinanzminister in der schwarz-gelben Koalition. © dpa
Angela Merkel ist seit dem 10. April 2000 CDU-Chefin. Seit 2005 ist Merkel Bundeskanzlerin. Bis 2009 in einer Koalition aus Union und SPD. Seitdem regiert sie mit der FDP. © dpa

Auch wenn es Kohlianer in der CDU hoffen, glauben können sie nicht, dass es nun zu einer Versöhnung von Kohl und Merkel kommen wird. Seinen 80. Geburtstag hätten manche für den richtigen Zeitpunkt gehalten. Aber auf die Frage, ob die CDU ihm den Ehrenvorsitz wieder antragen könnte, sagte Merkel 2010: „Diese Frage stellt sich nicht mehr.“ Dass sie inzwischen ihre Meinung geändert hätte, wird kaum für möglich gehalten.

Der „Bild“-Zeitung sagte Kohl 2010, wie es ihn verbittert hat, dass CDU-Mitglieder in der Spendenaffäre zu ihm auf Distanz gingen: „Wenn Sie Ihr Leben lang für eine Partei und ein Land gelaufen sind, und dann feststellen, dass auch Menschen, die zuvor nicht nahe genug heranrücken konnten, sich plötzlich abwenden, ja, sich sogar gegen Sie stellen, weil Sie einen Fehler gemacht haben, da muss ich sagen, da habe ich manches Mal gehadert, allerdings weniger mit dem Schicksal - das ist auch wahr - als vielmehr mit den Menschen.“

Merkels Frisur im Wandel der Zeit

Da schmunzelt die Kanzlerin: Angela Merkel schaut 2006 in Dresden auf dem CDU-Bundesparteitag auf ein Foto von ihr aus dem Jahr 1990. Merkels Frisur hat sich im Laufe der Jahre gewandelt: Von Prinz Eisenherz zur modischen "Mutti" der  CDU.  © dpa
1998 als Umweltministerin im Bundestag: Damals noch mit einem altbackenen Topfschnitt. © dpa
1999: Merkel denkt gar nicht daran, sich modischen Trends zu beugen. Mit einem unvorteilhaften Foto der CDU-Vorsitzenden Angela Merkel sucht die Partei zwei Jahre später per Anzeige (Foto) Werbefachleute für den Bundestagswahlkampf 2002. © dpa
2000: Die frischgewählte CDU-Vorsitzende ist zumindest in einer Hinsicht konservativ: Nämlich was ihre Frisur angeht. © dpa
2001: Der Autovermieter Sixt wirbt mit Merkel: Links wird sie bei normalem Haarschopf gefragt, ob sie Lust auf eine neue Frisur habe. Rechts stehen ihr die Haare zu Berge. "Mieten Sie sich ein Cabrio", rät Sixt. Die CDU-Chefin nimmt die Werbung gelassen. "Das ist ein interessanter Vorschlag für Haar-Styling", kommentiert Merkel. © dpa
2002: Wie lautete die CDU-Annonce noch mal? "Machen Sie mehr aus Ihrem Typ!" Zumindest nicht zur Bundestagswahl 2002. © dpa
2003: Es verbietet sich, der CDU-Vorsitzenden einfach einen Satz in den Mund zu legen. Trotzdem sieht Merkel aus, als ob sie sich gerade fragt: "Soll ich mir nicht mal eine andere Frisur zulegen?" © dpa
2004: Merkel mit etwas mehr Make-up. Aber sie bleibt ihrem Prinz-Eisenherz-Look treu. © dpa
2005 markiert gleich zwei historische Zäsuren: Frau Merkel ist jetzt auch Frau Kanzlerin und nimmt zudem Abschied von der Topffrisur. © dpa
2006: Merkel tritt nun mit einem Bobschnitt auf. Der wird fortan immer dynamischer. © dpa
2007: Wir wissen auch, wer hinter Merkels neuem Look steckt. Nämlich der Berliner Straf-Friseur Udo Walz. © dpa
2008: Fällt Ihnen was auf? Auch Merkels Kostüme werden im Laufe der Jahre bunter, feiner und edler. © dpa
2009: Die Kanzlerin läuft beim Klimagipfel in Kopenhagen auf. Mittlerweile ist durchgesickert: Ihre Blazer schneidet ihr eine Hamburger Modedesignerin. Für das Make-up sorgt eine Visagistin. In Sachen Frisur setzt die Kanzlerin weiter auf Udo Walz . © dpa
2010: Im Laufe von zehn Jahren ist Merkel zumindest optisch eine ganz andere Erscheinung geworden. © dpa

Merkel wird dabei sein, wenn ihr einstiger Ziehvater in die Fraktion kommt. Und zwei Tage später nimmt sie auch an dem Festakt der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung für Kohl teil. Wie auch Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU). Er galt über fast 20 Jahre als einer von Kohls engsten Vertrauten. Die Spendenaffäre zerrüttete auch ihr persönliches Verhältnis. Trotz aller Spaltung wird aber damit gerechnet, dass Partei und Fraktion, die sich in Teilen nach Kohls klaren Freund-Feind-Mustern und konservativem Profil zurücksehnen, den 82-Jährigen überschwänglich feiern werden.

Die Spendenaffäre nimmt Kohl nicht seinen Platz in der Geschichte. Da ist sein Anteil an der Gründung der Europäischen Union 1991. Sein Besuch auf dem Soldatenfriedhof in Verdun - Hand in Hand mit Frankreichs Präsident François Mitterrand. Und die deutsche Einheit.

Kohl hatte immer auf sie gehofft und die historische Chance dann gegen Widerstände im In- und Ausland ergriffen. Gekrönt wurde sein Lebenswerk am 3. Oktober 1990, als die Einheit vollzogen wurde. Sein Versprechen der „blühenden Landschaften“ im vereinten Deutschland konnte er aber nicht in dem Maße einlösen, in dem er Hoffnungen vor allem vieler DDR-Bürger geweckt hatte. Schnell war klar, dass alles viel langsamer wachsen und zusammenwachsen würde.

Merkel 10 Jahre CDU-Chefin - ein Rückblick

Eine Frau als Boss: Das hat es für die CDU - ja überhaupt für eine deutsche Volkspartei - vor dem Jahr 2000, dem Beginn der Ära Merkel, noch nie gegeben. © dpa
Nur zwei CDU-Granden hatten den Parteivorsitz noch länger inne als die promovierte Physikerin aus dem Osten. Nämlich Kanzler Konrad Adenauer (leitete die Partei von 1950 bis 1966)... © dpa
...und Altkanzler Helmut Kohl ( CDU-Boss von 1973 bis 1998). © dpa
Am 10. April 2000 bekam die damals 45-jährige Merkel auf dem Parteitag in Essen 95,9 Prozent der Stimmen. © dpa
Merkel kandidierte, nachdem Wolfgang Schäuble wegen der Spendenaffäre den Parteivorsitz niedergelegt hatte.  © dpa
“Die Stunde unserer Gegner ist vorbei. Es geht jetzt wieder zur Sache. Wir sind wieder da“, rief sie damals, als die CDU von der Affäre schwer getroffen war. © dpa
Zunächst musste sich Merkel in der Union gegen den CSU-Chef und bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber durchsetzen. Dass Merkel zunächst in seinem Schatten stand symbolisiert dieses SPD-Plakat von 2001. © dpa
2002 musste Merkel Stoiber die Kanzler-Kandidatur antragen - zu ihrem Glück, denn Stoiber scheiterte knapp gegen Gerhard Schröders rot-grünes Bündnis. © dpa
Bei den vorgezogenen Neuwahlen 2005 forderte Merkel dann selbst Schröder heraus. In ihrem Kompetenzteam vor der Wahl war Stoiber als künftiger Wirtschaftsminister vorgesehen. Nur wollte er davon nach der Wahl nichts mehr wissen. © dpa
Merkels CDU wurde bei der Bundestagswahl stärkste Pareti - doch für das geplante Bündnis mit der FDP reichte es nicht. Merkel löste als Kanzlerin einer Großen Koalition mit der SPD Gerhard Schröder ab. © dpa
Nach der Bundestagswahl 2009 reichte es dann für Schwarz-Gelb. Bislang rappelt es allerdings mächtig im Koalitions-Karton. Allerdings leidet vor allem die FDP in den derzeitigen Umfragen. © dpa
Die CDU-Vorsitzende blickt gespannt auf die Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen am 9. Mai. © dpa
Dort geht es für ihre Partei nicht nur um die Fortsetzung der schwarz-gelben Koalition von NRW- Ministerpräsident Jürgen Rüttgers ( CDU), sondern auch um die Bundesratsmehrheit von Union und FDP . © dpa
Die nächsten Wochen würden darüber entschieden, “ob wir eine Politik mit unserer Handschrift auch in den nächsten Jahren fortsetzen können“, sagte Merkel auf einem Kleinen CDU-Parteitag vor einigen Tagen. © dpa
Rüttgers lobte die Zusammenarbeit mit der CDU-Chefin. “ Angela Merkel ist zuverlässig, berechenbar und klar“, sagte Rüttgers der Deutschen Presse-Agentur. © dpa
Rüttgers: “Sie ist beliebt in West und Ost - und wir in Nordrhein-Westfalen haben in ihr eine starke Partnerin.“ © dpa
Auch der frühere sächsische Ministerpräsident Kurt Biedenkopf ( CDU) würdigte Merkel: “Keiner der CDU-Granden in Bund und Ländern zeigt den gleichen Mut und die gleiche politische Entschlossenheit.“ © dpa
Biedenkopf weiter: "Wenn es um wirklich Wichtiges geht, sei sie so entscheidungsfreudig wie vor zehn Jahren - “und ebenso entschlossen, es zu bleiben“. © dpa
Innerhalb der Partei wird Merkel auch immer wieder vorgeworfen, sie vernachlässige den konservativen Flügel. © dpa
Dies weist sie zurück und verweist auf alle Flügel der CDU . © dpa
Bundesweit ist die CDU derzeit zwar nicht im Stimmungstief, wohl aber der Koalitionspartner FDP. © dpa
Merkel 10 Jahre CDU-Chefin - ein Rückblick © dpa
“Wenn wir unsere Aufgaben in der Koalition konzentriert anpacken, werden sich die Umfragen für uns wieder zum Positiven entwickeln“, sagte Merkel kürzlich in einem Interview. © dpa
Die Infografik zeigt die Regierungsbeteiligungen der CDU in den Ländern 2000 und 2010 im Vergleich sowie die Zahl der Parteimitglieder. Heute regiert die Union in deutlich mehr Ländern mit. Aber schwarze Alleinregierungen sind passé. Trend der Stunde ist Schwarz-Gelb. Und Trend der Zukunft? Vielleicht Schwarz-Grün? © dpa
Merkels Führungsanspruch in der CDU ist nicht unangefochten. Immer wieder haben sich Rivalen zu Wort gemeldet - gegen die die Kanzlerin sich aber durchsetzte. Zum Beispiel gegen Hessens Ministerpräsident Roland Koch. © dpa
Oder gegen Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff. Er kann Merkels Position als Kanzlerin derzeit auch nicht gefährlich werden. © dpa
NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers demonstriert derzeit Einigkeit mit der Kanzlerin. Wie authentisch diese ist, darüber darf gerätselt werden. Rüttgers' Koalition drohen wegen des schwarz-gelben Schlingerkurses massive Verluste bei der anstehenden Landtagswahl.   © dpa
Galt ebenfalls als Rivale: Der frühere baden-württembergische Ministerpräsident Günther Oettinger. Der wurde elegant als Energiekommissar nach Brüssel weggelobt. © dpa
Von ihrem Förderer, Altkanzler Helmut Kohl, hat Merkel sich im Jahr 2000 während der Spendenaffäre distanziert. Kohl legte den Ehrenvorsitz der CDU nieder.  © dpa
Zu Kohls 80. Geburtstag wollten ihm CDu-Politiker den Ehrenvorsitz wieder antragen.  Merkel hielt nichts davon: „Diese Frage stellt sich nicht mehr.“ © dpa
Bayerns Ministerpäsident und CSU-Chef Horst Seehofer poltert zuweilen gegen die Pläne der Kanzlerin. Doch Seehofer bleibt vorsichtig mit seinen Angriffen. Er sagt über Merkel auch: „Wer sie unterschätzt, hat schon verloren.“ © dpa
Zu Merkels Vertrauten gehört Bildungsministerin Annette Schaven. Journalist und Politik-Berater Michael Spreng bloggte nach der Wahl im Herbst 2009: "Ihre Vertraute und CDU-Stellvertreterin Annette Schavan darf trotz völliger Profillosigkeit Bildungsministerin bleiben. Sie wird für Merkels inneren Abwehrring in der CDU noch gebraucht." © dpa
Merkels Vertrauter Thomas de Maizière wurde vom Kanzleramt ins Innenministerium gehievt.  © dpa
Ins Kanzleramt ist dafür Merkel-Intimus Ronald Pofalla eingezogen. © dpa
Der ihr gegenüber immer loyale Volker Kauder bleibt CDU-Fraktionschef. © dpa
Auch Umweltminister Norbert Röttgen gehört zum engsten Kreis um Angela Merkel. Zuvor Parlamentarischer Geschäftsführer der CDU/CSU-Bundestagsfraktion bekleidet er seit der Wahl das Amt des Umweltministers. © dpa
Zum engsten Kreis um Angela Merkel gehört auch Peter Hintze. Er ist seit 2005 Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Technologie. "Merkels treuer Gefolgsmann", bloggte Michael Spreng.  © dpa
Auch Hermann Gröhe verdankt seinem Aufstieg der Nähe zu Angela Merkel. Am 1. Oktober 2008 übernahm Gröhe die Nachfolge der Merkel-Vertrauten Hildegard Müller als Staatsminister bei der Kanzlerin. Nach der Bundestagswahl  stieg er zum CDU-Generalsekretär auf. © dpa

1947 hat Kohl die Junge Union in Ludwigshafen mitgegründet. Mehr als 40 Jahre war er Parlamentarier, zuerst im Mainzer Landtag und seit 1976 im Bundestag. Sieben Jahre war er Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz. Als erster deutscher Kanzler kam er durch ein konstruktives Misstrauensvotum am 1. Oktober 1982 an die Macht. Die sozial-liberale Koalition von Helmut Schmidt (SPD) war am Ende.

Mit einer „geistig-moralischen Wende“ wollte Kohl eine neue Epoche in Deutschland einleiten. Dass er 1990 wiedergewählt wurde, hatte er Analysten zufolge der Wiedervereinigung zu verdanken. 1998 verlor er gegen Gerhard Schröder (SPD). Bis dahin hatte fast eine ganze Generation in Deutschland nur Kohl als Kanzler erlebt.

Kohl kann Menschen mit Wärme, Fürsorge und Protektion für sich einnehmen, aber er kennt eigentlich nur Freund oder Feind, sagen Menschen, die ihn von früher kennen. Sein langer Arm als Kanzler und Parteichef beförderte Karrieren - und vernichtete sie. Wen er als Talent ansah, stieg auf. So Angela Merkel (sein „Mädchen“), die er 1991 zur Bundesfrauenministerin machte.

Die schönsten Staatsoberhäupter der Welt

Die Internet-Seite „Hottest Heads of State“ (Deutsch: „Die heißesten Staatsoberhäupter“) hat ihre User abstimmen lassen: Wer ist das schönste Staatsoberhaupt der Welt? Sie haben es in die Top 20 geschafft: Von links Großherzog Henri von Luxemburg, US-Präsident Barack Obama und die ukrainische Premierministerin Julia Timoschenko. Aber fangen wir am Ende der Liste an: © dpa, AP
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) landet trotz ihrer tiefdekolltierten Fotos nur auf Platz 109. © dpa
Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy hat zwar bei Model Carla Bruni gepunktet. Trotzdem langt es nur für Platz 28. Und das ist die Top 20: © dpa
Platz 20: Jakaya Kikwete (rechts), Präsident von Tansania. Auf dem Foto schüttelt er Bundespräsident Horst Köhler die Hand. © dpa
Platz 19: Pierre Nkurunziza, Präsident von Burundi. Der „wilde Mann“ auf dieser Liste: Nkurunziza war früher Boss der Rebellenorganisation CNDD. Diese hat sich mittlerweile zu einer politischen Partei gewandelt.  © dpa
Platz 18: Russlands Premierminister Wladimir Putin. Er versprüht Macho-Sex-Appeal: Putin lässt sich gerne mit freiem Oberkörper ablichten. © dpa
Platz 17: Mauricio Funes, Präsident von El Salvador. Typ: Verschmitzter Schuljunge. © dpa
Platz 16: Lee Hsien Loong, Premierminister von Singapur. Leicht angegraut, wie Schauspieler Richard Gere. © dpa
Platz 15: US-Präsident Barack Obama. Der amerikanische Beach-Boy überzeugt mit freiem Oberkörper weit mehr als der russische Bär Putin. © AP
Platz 14: Mohamed Nasheed, Staatspräsident der Malediven. Kommt adrett, gepflegt und freundlich rüber. © Sceenshot: Internet-Seite der Regierung der Malediven
Platz 13: Xanana Gusmão, Premierminister von Osttimor. Wieder einer aus der Kategorie „Grau aber sexy“. Erinnert ein bißchen an den Schauspieler Sean Connery. © dpa
Platz 12: Alexander Lukaschenko, Präsident von Weißrussland. Groß, bullig und schnauzbärtig. © dpa
Platz 11: Michelle Bachelet, die Präsidentin von Chile. Kein Witz: Zwischen ihr und Angela Merkel liegen fast 100 Plätze Abstand. © dpa
Platz 10: Bamir Topi, Präsident von Albanien. Der dunkelhaarige Balkan-Bursche eröffnet die Top Ten der schönsten Staatsoberhäupter. © dpa
Platz 9: Gloria Macapagal-Arroyo Präsidentin der Philippinen. Sie hat ein Muttermal an der selben Stelle wie Ex-Supermodel Cindy Crawford. Immerhin... © dpa
Platz 8: Roosevelt Skerrit, Ministerpräsident der Insel Dominica. Er versprüht lässigen Karibik-Charme. © dpa
Platz 7: Großherzog Henri von Luxemburg. Ihn könnte man sich gut als Hauptdarsteller in einem James-Bond-Film vorstellen. „Mein Name ist Henri. Großherzog Henri.“ © dpa
Platz 6: Rafael Correa, Präsident von Ecuador. Kaffebrauner Teint und ein breites Lächeln gehören zu seinen Vorzügen. © dpa
Platz 5: Cristina Fernández de Kirchner, Präsidentin von Argentinien. Die Caramba-Politikerin aus dem Gaucho-Land. © dpa
Platz 4: Joseph Kabila, Präsident der Demokratischen Republik Kongo. Sex-Appeal aus Afrika. © dpa
Platz 3: Jigme Khesar Namgyel Wangchuck, König von Bhutan. Die asiatische Antwort auf Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU). © dpa
Platz 2: Jens Stoltenberg, Premierminister von Norwegen. Sein kühler skandinavischer Charme hat ihm fast den ersten Platz eingebracht. Aber nur fast. © dpa
Platz 1 und damit das schönste Staatsoberhaupt der Welt: Julia Timoschenko, Premierministerin der Ukraine. Noch Fragen bei diesem Bild? © dpa
Die Ukrainerin ließ 171 andere Staatsoberhäupter in der Abstimmung hinter sich. © dpa
Meist hat Timoschenko ihr Haar zu einer traditionellen Kranz-Frisur geflochten. © dpa
Auf manchen Fotos ist sie aber auch mit offenen Haaren zu sehen. © dpa
Dieses Lächeln brachte ihr den ersten Platz. © dpa
Meist trägt Julia Timoschenko weiße Kleidung. © dpa
Die Nummer 109 mit der Nummer 1 der Liste: Bundeskanzlerin Angela Merkel (links, CDU) neben der ukrainischen Premierministerin Julia Timoschenko. © dpa
Wer hat das schönere Lächeln? Julia Timoschenko (links) oder Angela Merkel. © dpa
Julia Timoschenko war von Januar bis September 2005 Premierministerin der Ukraine und hat dieses Amt seit Dezember 2007 erneut inne. © dpa
Der frühere bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU) hat sich im August 2007 ein Bussi von Julia Timoschenko abgeholt. Beneidenswert. © dpa

Kohl ordnete der Politik alles unter. Sein Sohn Walter schreibt in einem 2011 erschienenen Buch, die wahre Familie seines Vaters seien nicht Frau und Kinder, sondern sei die CDU gewesen. Als Vater hat er für ihn versagt. Die düsterste Stunde der Familie Kohl war der Freitod von Hannelore Kohl. 2001 nahm sich Kohls Frau wegen einer unheilbaren Lichtallergie in ihrem Wohnhaus in Ludwigshafen- Oggersheim mit einer Überdosis Schlaftabletten das Leben.

Von der zweiten Ehe des Vaters mit der 34 Jahre jüngeren Maike Richter 2008 erfuhr der Sohn durch ein Telegramm, Details aus der Zeitung. Seine Bilanz: „Er bleibt mein Vater, aber er ist weit weg.“ Zu einem Gedenkkonzert zum zehnten Todestag von Hannelore Kohl kam Helmut Kohl nicht. 41 Jahre waren sie verheiratet.

2008 stürzte Kohl nach einer Knie-Operation und verletzte sich am Kopf. Seither sitzt er im Rollstuhl und kann nur schwer sprechen. Im Februar dieses Jahres bekam er einen Herzschrittmacher und eine neue Herzklappe. Mittlerweile habe er sich gut erholt, teilte sein Büro in Berlin jüngst mit. Er freue sich auf seinen Besuch in der Hauptstadt.

dpa

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Donald Trump attackiert Greta Thunberg - Klimaaktivistin reagiert
Donald Trump attackiert Greta Thunberg - Klimaaktivistin reagiert
Großbritannien-Wahl: Johnson wünscht dem Land eine „Pause“ von der Brexit-Debatte
Großbritannien-Wahl: Johnson wünscht dem Land eine „Pause“ von der Brexit-Debatte
Horst Seehofer erlebt Notlandung in Frankfurt - neue Details bekannt
Horst Seehofer erlebt Notlandung in Frankfurt - neue Details bekannt
TV-Star beleidigt Jungen auf Klima-Demo - „Kleiner Pisser“
TV-Star beleidigt Jungen auf Klima-Demo - „Kleiner Pisser“

Kommentare