"Populistisches Rausgeplärre"

Kohnen: Wut-Rede gegen CSU-Asylpolitik wird Facebook-Hit

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Natascha Kohnen hat ihrer Wut im Landtag freien Lauf gelassen. - hier ein Screenshot aus dem Video, das die SPD-Politikerin gepostet hat. Das kam bei der Facebook-Gemeinde gut an.

München – SPD-Generalsekretärin Natascha Kohnen hat im Landtag ihre Wut über "das populistische Rausgeplärre" der CSU herausgelassen. Die Rede hat die Facebook-Gemeinde begeistert.

Es war wieder einmal Flüchtlingsdebatte im Landtag – und Natascha Kohnen hatte Wut im Bauch. „Seit drei Monaten gehen Sie dem ganzen Land, ganz Deutschland auf die Nerven mit Ihrem populistischen Rausgeplärre“, schmetterte die Generalsekretärin der Bayern-SPD den CSU-Abgeordneten Anfang Februar entgegen. „Weniger Populismus und mehr Humanität, das ist das, was Sie brauchen.“ Drei Minuten und 27 Sekunden dauert das Video, das Sie von Ihrer Tirade gegen die CSU-Flüchtlingspolitik auf Facebook veröffentlichte. Was dann passierte, lässt auch Kohnen selbst staunen.

Weniger Populismus, mehr Humanität! Mein Appell an die CSU im Bayerischen Landtag.

Posted by Natascha Kohnen on Mittwoch, 3. Februar 2016

Bis Dienstag wurde das Video an die 7000 Mal weiterverbreitet und fast 448 000 Mal aufgerufen. „So weit hat sich noch nie eine Rede aus dem Landtag im Internet verbreitet – das ist sicher“, freut sich der PR-Chef der SPD, Rainer Glaab. Auf ähnliche Klickzahlen war zuvor nur FDP-Chef Christian Lindner mit seinem verbalen Ausbruch für Existenzgründer im Landtag von Nordrhein-Westfalen gekommen.

Kohnen hat mit ihrer Rede gegen die CSU wohl einen Nerv getroffen

Offensichtlich hatten Kohnen einen Nerv getroffen. Die Kommentatoren unter dem Video überschlagen sich vor Begeisterung, danken ihr überschwänglich. „Ich hätte nicht gedacht, solche eine Rede von einer SPD-Abgeordneten zu hören“, schreibt einer. Ein anderer fühlt sich offenbar an einen Boxkampf erinnert: „Ding, dong, rumms... Frau Natascha Kohnen das hat gesessen.“ Auch die Internetseite der Tagesschau berichtete, der Hessische Rundfunk. „Wir sind hier selbst ganz baff“, sagt Kohnen, die als mögliche Spitzenkandidatin für die Landtagswahl 2018 gehandelt wird. „Meine Tochter würde sagen: „Wow, echt krass!“

thu

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