Nato: Gaddafi-Soldaten schießen von Moscheedächern

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Ein Gaddafi-treuer Soldat in der libyschen Stadt Misurata.

Kairo - Nato-General Charles Bouchard hat schwere Vorwürfe gegen die Truppen des libyschen Machthabers Muammar al-Gaddafi erhoben.

Die Soldaten würden sich in Zivilkleidung in der Nähe von Krankenhäusern verstecken, von Moscheedächern schießen und Frauen und Kinder als Schutzschilder missbrauchen, sagte der Nato-Kommandeur des Militäreinsatzes in Libyen in einem Interview mit dem kanadischen Fernsehen CBC.

Auch ihre schweren Waffen würden die Gaddafi-Truppen in der seit sieben Wochen belagerten Stadt Misurata in der Nähe von Krankenhäusern, Schulen und Moscheen aufstellen. Den Nato-Kampfpiloten, die nach einem UN-Sicherheitsratsbeschluss vom März die libysche Zivilbevölkerung schützen sollen, seien die Hände gebunden.

Libyen: Kämpfe zwischen Rebellen und Gaddafi-Truppen

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Nach libyschen Oppositionsangaben vom Dienstag wurden in den letzten zwei Tagen bei den Angriffen auf die Mittelmeer-Stadt Dutzende Menschen getötet. Auch am Dienstag wurden weitere Kämpfe erwartet. Im Hafen von Misurata sind immer noch mehr als 3000 afrikanische Gastarbeiter gestrandet, die auf ihre Evakuierung durch Schiffe internationaler Hilfsorganisationen warten.

UN-Organisationen sollen nach entsprechenden Zusicherungen des Gaddafi-Regimes nunmehr Zugang nach Misurata bekommen, um die humanitäre Lage einzuschätzen und Hilfslieferungen auf den Weg zu bringen. Bislang kann die von Gaddafi-Truppen eingeschlossene Stadt nur über See erreicht werden.

dpa

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