1. tz
  2. Politik

Ukraine-Krieg: Russische Truppen ziehen sich aus Tschernobyl zurück - 75.000 Menschen haben Mariupol verlassen

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Bedrettin Bölükbasi, Franziska Schwarz, Stephanie Munk

Kommentare

Während Bundeskanzler Scholz noch einmal auf die Beendigung des Ukraine-Kriegs pocht, haben sich russische Truppen aus dem Gebiet um Tschernobyl zurückgezogen. Der News-Ticker. 

Update vom 1. April, 7.15 Uhr: Die ukrainische Armee vermeldet neue Erfolge. Ukrainische Truppen haben nach eigenen Angaben in den vergangenen Tagen elf Siedlungen im südukrainischen Gebiet Cherson zurückerobert. Beim Vormarsch im Norden der Region sei ihnen auch schwere russische Militärtechnik in die Hände gefallen, darunter Panzer vom Typ T-64, teilte das Verteidigungsministerium in Kiew am späten Donnerstagabend mit.

Dank des Erfolgs könnten die Einwohnerinnen und Einwohner nun Lebensmittel und Medikamente erhalten. Die Zivilbevölkerung habe die ukrainischen Kräfte freudig begrüßt. Die Angaben können nicht unabhängig überprüft werden. Russland hatte hingegen mitgeteilt, das Gebiet Cherson vollständig erobert zu haben. Der ukrainische Präsident Selenskyj hatte gewarnt, Moskau wolle in der Region eine russlandtreue „Volksrepublik“ nach dem Vorbild der ostukrainischen Separatistengebiete Donezk und Luhansk errichten.

Ukraine-Krieg: Evakuierungsaktion für Mariupol

Update vom 31. März, 22.50 Uhr: Die angekündigte Evakuierungsaktion für Zivilisten aus der belagerten ukrainischen Hafenstadt Mariupol soll nach russischen Angaben am Freitagmorgen beginnen. Ein humanitärer Korridor ins 220 Kilometer entfernte Saporischschja werde um 10 Uhr (Ortszeit; 9 Uhr MESZ) „wiedergeöffnet“, erklärte das Verteidigungsministerium in Moskau. Die Maßnahme folge einem „persönlichen Appell“ von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron an Kreml-Chef Wladimir Putin.

„Um den Erfolg dieser humanitären Maßnahme zu gewährleisten, wird vorgeschlagen, sie unter direkter Beteiligung von Vertretern des UN-Flüchtlingskommissars und des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) auszuführen“, hieß es in der Mitteilung weiter. Das IKRK hatte zuvor erklärt, es sei bereit, die Evakuierungsaktion für Zivilisten aus Mariupol zu „leiten“, sofern es mit Blick auf die Sicherheitslage Garantien erhalte.

Ukraine-Krieg: Kiew bestätigt russischen Rückzug aus Tschernobyl - offenbar auch Kiew betroffen

Update vom 31. März, 18.35 Uhr: Ein Berater des ukrainischen Innenministeriums hat den Abzug russischer Truppen aus der Atomruine Tschernobyl und der Stadt Slawutytsch bestätigt. Russische Soldaten hätten das Personal des ehemaligen Atomkraftwerks versammelt und ihnen mittgeteilt, dass sie das Gebiet verlassen werden, erklärte der Berater des ukrainischen Innenministers, Vadjim Denisenko. „Tatsächlich verlassen sie sowohl Slawutytsch als auch die Station”, sagte Denisenko der staatlichen ukrainischen Agentur Ukrinform zufolge im Fernsehen.

Gleichzeitig bestätigte Denisenko auch den Rückzug russischer Einheiten aus Kiew. In Tschernihiw dagegen gebe es keinen Rückzug. „Sie ziehen ihre Truppen in der Kiew Region wirklich ab, aber bisher gibt es keinen ernsten Abzug in der Tschernihiw Region”, so der ukrainische Diplomat. Bislang handle es sich eher um eine „Truppenrotation oder Neugruppierung“. Die Situation um Tschernihiw werde man weiterhin beobachten.

Ukraine-Krieg: Zehntausende aus Mariupol evakuiert - 100.000 Menschen stecken weiter fest

Update vom 31. März, 17.40 Uhr: Laut der ukrainischen Regierung wurden bereits etwa 75.000 Menschen aus der umkämpften Hafenstadt Mariupol evakuiert. „In Mariupol haben wir es geschafft, rund 75.000 Menschen zu evakuieren und zu retten”, betonte die stellvertretende ukrainische Premierministerin Iryna Andrijiwna Wereschtschuk auf einer Pressekonferenz.

Etwa 100.000 Menschen, darunter auch Frauen und Kinder, seien auf die dringende Hilfe der internationalen Gemeinschaft angewiesen, zitierte die ukrainische staatliche Agentur Ukrinform die stellvertretende Premierministerin. Darüber hinaus seien rund 45.000 Menschen vom russischen Militär nach Russland oder in die sogenannte „Volksrepublik Donezk” verschleppt worden, so Wereschtschuk.

Ukraine-Krieg: Zwei Siedlungen in der Nähe von Tschernihiw wieder unter Kontrolle von Kiew

Update vom 31. März, 17.35 Uhr: Nach Angaben des ukrainischen Generalstabs konnte die ukrainische Armee zwei Siedlungen in der Nähe von Tschernihiw von russischen Truppen zurückerobern. Dabei soll es sich um die Siedlungen Sloboda und Lukaschiwka im Südosten von Tschernihiw handeln.

Nun säubere man das Gebiet von Minen und „Geschenken”, die die russische Armee hinterlassen habe. Außerdem treffe man Maßnahmen, um der Bevölkerung in den Siedlungen zu helfen.

Ukraine-Krieg: Putins Truppen verlassen offenbar Tschernobyl-Atomkraftwerk

Update vom 31. März, 17.15 Uhr: Laut dem ukrainischen Staatsunternehmen „Energoatom”, das für den Betrieb aller ukrainischen Kernkraftwerke zuständig ist, verlassen russische Truppen das Gelände des ehemaligen Atomkraftwerks Tschernobyl und die Stadt Slawutytsch, die nach der Katastrophe von 1986 errichtet wurde.

In einer Mitteilung auf Telegram unterstrich „Energoatom“, russische Truppen hätten ihre Absicht verkündet, das Tschernobyl-Kraftwerk erneut dem ukrainischen Personal zu überlassen. Zwei russische Kolonnen hätten sich bereits auf den Weg zur belarussischen Grenze gemacht, so die ukrainische Behörde. Eine kleine Gruppe an russischen Soldaten halte sich derzeit aber weiterhin in Tschernobyl auf.

„Energoatom“ zufolge machte sich eine russische Kolonne aus der Stadt Slawutytsch ebenfalls auf den Weg nach Belarus. Slawutytsch wurde nach der Tschernobyl-Katastrophe von 1986 gegründet, um die vor dem Unfall im Atomkraftwerk beschäftigten Arbeiter unterzubringen. Die Stadt, die verwaltungstechnisch zum Oblast Kiew gehört, wurde im Zuge der Ukraine-Invasion von russischen Truppen eingenommen.

Ukraine-Krieg: Scholz appelliert erneut an Putin - Forderung nach Waffenstillstand und Verhandlungen

Update vom 31. März, 16.10 Uhr: Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat den russischen Präsidenten Wladimir Putin aufgefordert, den Krieg gegen die Ukraine einzustellen. „Gemeinsam fordern wir Präsident Putin auf, jetzt einem Waffenstillstand zuzustimmen, humanitäre Versorgung zu ermöglichen und wirkliche Friedensverhandlungen zu führen“, sagte Scholz am Donnerstag in Berlin bei einem Treffen mit dem österreichischen Bundeskanzler Karl Nehammer. Scholz sagte, die Sanktionen gegen Russland würden entschlossen umgesetzt. Es gehe nun darum, Schlupflöcher auszuschließen und den Druck auf Putin aufrechtzuerhalten.

Ukraine-Krieg: Gas-Zahlungen westlicher Staaten künftig über russische Konten

Indes hat Kremlchef mit Wirkung zum 1. April angeordnet, dass westliche Staaten Konten bei der Gazprombank eröffnen müssen, um weiter russisches Gas zu erhalten. Andernfalls würden die Lieferungen für die „unfreundlichen“ Länder eingestellt, sagte Putin am Donnerstag im russischen Staatsfernsehen. Unklar war zunächst, ob die Staaten selbst bereits in Rubel zahlen müssen oder eine Euro-Zahlung direkt konvertiert wird.

Nato: Russland habe im Ukraine-Krieg „wiederholt gelogen“ - „Weitere Offensivaktionen“ zu erwarten

Update vom 31. März, 14.55 Uhr: Im Ukraine-Krieg sieht die Nato keine Signale der Entspannung. Nach Erkenntnissen des Bündnisses „ziehen sich russische Einheiten nicht zurück, sondern positionieren sich neu“. Das sagte Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg am Donnerstag in Brüssel. Es sei „mit weiteren Offensivaktionen zu rechnen, die noch mehr Leid bringen“, so Stoltenberg weiter. Russland versuche, seine Truppen neu zu gruppieren, Nachschub zu organisieren und die Offensive im Donbass zu verstärken. Gleichzeitig werde der Druck auf die Hauptstadt Kiew und andere Städte aufrechterhalten.

Russland hatte am Dienstag angekündigt, Militäraktivitäten in der Region um die ukrainische Hauptstadt Kiew und in der Gegend um die Stadt Tschernihiw im Norden der Ukraine deutlich zurückzufahren. Mit neuen Angriffen auf Tschernihiw sowie Mariupol im Süden machte Russland dann aber Hoffnungen auf eine Entspannung der Lage zunichte.

Stoltenberg sagte zu der Ankündigung zum Truppenrückzug, Russland habe „wiederholt über seine Absichten gelogen“. „Wir können Russland also nur nach seinen Taten beurteilen, nicht an seinen Worten.“ Die USA hatten bereits am Dienstag gewarnt, es handele sich nicht um einen „Rückzug“ russischer Truppen, sondern um eine „Neupositionierung“. Es drohe eine „Großoffensive gegen andere Regionen in der Ukraine“.

Ukraine-Krieg: Russen in Tschernobyl verstrahlt - „Selbsmörderisches Vorgehen“

Update vom 31. März, 13.40 Uhr: Bei den Angriffen auf die Atomruine Tschernobyl im Ukraine-Krieg sollen russische Soldaten verstrahlt worden sein. Das berichtet t-online mit Verweis auf das belarussische Fernsehen. Demnach habe ein örtlicher Touristenführer angegeben, dass viele Soldaten nach ihrem Einsatz mit Strahlungssymptomen in Belarus behandelt werden würden.

„Roter Wald“ bei Tschernobyl
Ein Warnschild am Rande des „roten Waldes“ nahe des stillgelegten Atomkraftwerks Tschernobyl. © Konrad Zelazowski/Imago Images

Bereits zu Beginn der russischen Invasion hatten die Truppen das Gebiet besetzt. Wie t-online weiter berichtet, hätten die russischen Truppen den Roten Wald, ein stark verstrahltes Areal, ohne Schutzkleidung durchquert und dabei radioaktiven Staub aufgewirbelt. Ukrainische Anwohner sollen dabei von einem „selbstmörderischen Vorgehen“ gesprochen haben.

Ukraine-Krieg: „Unsere Feinde feuern heftiger, intensiver“ - Ukrainisches Militär über neue Angriffe

Update vom 31. März, 12.05 Uhr: Im Osten der Ukraine scheinen Bombenangriffe der russischen Armee zuzunehmen. Dies berichten ukrainische Militärgouverneure dem britischen Sender CNN, die Angaben sind nicht offiziell geprüft. „Wir spüren ganz klar, dass der Transfer der Militär-Technologie in unsere Richtung jetzt beginnt“, wird Serhiy Haidai zitiert, ein führender Kopf der Militäradministration in Luhansk. „Während Ausrüstung und Soldaten neu formiert werden, feuern unsere Feinde heftiger und intensiver.“ Ähnliche Berichte gibt es aus der Region Donezk: Pavlo Kyryenko, Führer der Militäradministration im Donezk, schrieb laut CNN auf Telegram, dass die russische Armee in der Nacht das Zentrum der Region bombardiert und dabei auch Phosphorbomben eingesetzt habe. Auch in der Region um Charkiw im Nordosten der Ukraine nehmen russische Luftangriffe offenbar zu.

Das Bild, aufgenommen am 30. März, zeigt Feuer und Rauch über dem Nachthimmel der ukrainischen Großstadt Charkiw.
Das Bild, aufgenommen am 30. März, zeigt Feuer und Rauch über dem Nachthimmel der ukrainischen Großstadt Charkiw. © Fadel Senna/afp

Ukraine-Krieg: Russland meldet militärische Erfolge im Osten der Ukraine

Update vom 31. März. 11.13 Uhr: Die russischen Truppen setzen im Ukraine-Krieg eigenen Angaben zufolge ihre Angriffe im Osten der Ukraine fort. Die Ortschaft Solota Nywa südwestlich von Donezk sei nun unter russischer Kontrolle, sagte der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow, am Donnerstag laut Agentur Interfax. Dort seien russische Einheiten seit Mittwoch sechs Kilometer vorgerückt. Bis zu 60 Gegner seien getötet worden. Diese Angaben konnten nicht unabhängig überprüft werden.

Einheiten des von Russland als unabhängig anerkannten Separatistengebietes Luhansk seien unterdessen fünf Kilometer vorgerückt und lieferten sich Kämpfe mit ukrainischen „Nationalisten“. Das russische Verteidigungsministerium hatte am Mittwoch eine „Umgruppierung“ seiner Truppen bei Kiew und Tschernihiw bestätigt. Das Ziel der Truppenverlegung sei „vor allem der Abschluss der Operation zur vollständigen Befreiung des Donbass“, hieß es.

Update vom 31. März, 10.54 Uhr: Deutschland plant offenbar neue Waffenlieferungen im Wert von 300 Millionen Euro an die Ukraine. Der Bundessicherheitsrat müsse jedoch zuerst über die vorliegende Liste von Ausrüstung, die geliefert werden soll, entscheiden. Die Liste umfasst unter anderem 2650 Panzerfäuste, 18 Aufklärungsdrohnen, Mörser, Maschinenkanonen, 3000 Nachtsichtgeräte-Sätze sowie weitere Helme und Schutzwesten. Mehr zu der geplanten Waffenlieferung an die Ukraine lesen Sie hier.

Ukraine-Krieg: Wladimir Klitschko in Berlin gelandet - Treffen mit „hochrangigen Politikern“ geplant

Update vom 31. März. 10.05 Uhr: Wladimir Klitschko ist am Donnerstag von der ukrainischen Hauptstadt Kiew nach Berlin gereist sein. Wladimir Klitschko und sein Bruder Vitali, Bürgermeister von Kiew, schrieben zuvor auf Telegram: „Zur politischen Unterstützung der Ukraine, wirtschaftlichen, humanitären und militärischen Hilfe für unseren Staat sind Treffen mit hochrangigen Politikern Deutschlands geplant.“ Zur Bild soll Wladimir Klitschko nach seiner Ankunft in Berlin gesagt haben: „Es geht um weitere Hilfe für die Ukraine in einer dramatischen Situation für unser Land. Wir sind dankbar für die geleistete Hilfe, brauchen aber im Krieg gegen die russische Armee dringend sowohl noch mehr humanitäre als auch militärische Unterstützung.“

Ex-Profiboxer Wladimir Klitschko in einem Video vor zerstörten Gebäuden in der ukrainischen Hauptstadt Kiew, das er am 14. März 2022 bei Twitter teilte.
Ex-Profiboxer Wladimir Klitschko in einem Video vor zerstörten Gebäuden in der ukrainischen Hauptstadt Kiew. © Wladimir Klitschko / Twitter @Klitschko

Update vom 31. März, 9.10 Uhr: Russland hat am frühen Morgen eine Feuerpause für Mariupol im Ukraine-Krieg angekündigt (siehe Update vom 31. März, 6.55 Uhr). Nun will die Regierung in Kiew 45 Busse zur Evakuierung von Einwohnern aus der seit Wochen massiv beschossenen Hafenstadt entsenden. „Wir tun alles Mögliche dafür, dass die Busse heute nach Mariupol gelangen und die Menschen abholen, die es noch nicht aus der Stadt heraus geschafft haben“, sagte Vizeregierungschefin Iryna Wereschtschuk am Donnerstag in einer Videobotschaft.

Ukraine-Krieg: Feuerpause für Mariupol angekündigt – Ukraine spricht von „erneuter Manipulation“

Update vom 31. März, 6.55 Uhr: Russland hat erneut eine Feuerpause für die schwer zerstörte südukrainische Hafenstadt Mariupol angekündigt. Die Maßnahme werde am Donnerstag um 10 Uhr (Ortszeit; 9 Uhr MESZ) in Kraft treten und solle die Möglichkeit schaffen, Zivilisten über einen humanitären Korridor herauszuholen, erklärte das russische Verteidigungsministerium am Mittwoch. Die ukrainische Regierung bezeichnete die russische Ankündigung als Versuch der „erneuten Manipulation“.

Russland hatte eine „direkte Beteiligung von Vertretern des UN-Hochkommissars für Flüchtlinge (UNHCR) und des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK)“ vorgeschlagen. Der humanitäre Korridor soll demnach über die unter russischer Kontrolle stehende Stadt Berdjansk ins 250 Kilometer entfernte Saporischschja führen. Das russische Ministerium forderte die Regierung in Kiew auf, die „bedingungslose Einhaltung“ der Feuerpause durch eine schriftliche Mitteilung an die russische Seite sowie das UNHCR und das IKRK zu bestätigen. Russland hatte bereits mehrfach entsprechende Ankündigungen gemacht. Die Evakuierungsaktionen waren jedoch meist gescheitert, wofür sich beide Seiten gegenseitig die Schuld gaben.

Baerbock: Russland „entschlossen, die Stadt zu erobern oder zu vernichten“

Bundesaußenministerin Annalena Baerbock wies am Donnerstagmorgen darauf hin, dass „noch immer weit mehr als 100.000 Zivilistinnen und Zivilisten“ in Mariupol eingeschlossen seien – „darunter Kinder, Frauen, Männer, alte Menschen“. Sie erlebten seit Wochen „einen kaum vorstellbaren Alptraum ohne Strom, ohne Wasser, ohne Heizung in einer Stadt, auf die pausenlos russische Bomben, Raketen und Granaten fallen, und die dem Erdboden gleich gemacht wird“.

Russland scheine „entschlossen, die Stadt zu erobern oder zu vernichten, egal um welchen menschlichen Preis“. Sie rufe die russische Regierung auf, „sichere Korridore für Zivilpersonen zur freiwilligen Evakuierung und die Lieferung humanitärer Hilfe für diejenigen zu ermöglichen, die nicht gehen können oder bleiben wollen“.

Eine Frau fährt nach Kämpfen am Stadtrand von Mariupol in einem Gebiet unter der Kontrolle der separatistischen Regierung der Volksrepublik Donezk mit dem Fahrrad an einem ausgebrannten Bus vorbei.
Die Hafenstadt Mariupol ist schwer zerstört. © Alexei Alexandrov/dpa

Ukraine-Krieg: USA sieht keine Anzeichen für Deeskalation - Lambrecht in Washington

Update vom 30. März, 21.30 Uhr: Das US-Verteidigungsministerium sieht keine Anzeichen einer Deeskalation durch Russland im Ukraine-Krieg trotz des von Moskau angekündigten Rückzugs. „Ein Großteil der Truppen befinden sich weiterhin um Kiew“, betonte Pentagon-Sprecher John Kirby auf einer Pressekonferenz im Ministerium. Es gebe lediglich eine Neupositionierung eines kleinen Anteils der russischen Einheiten, während Luftangriffe andauern würden.

Das amerikanische Verteidigungsministerium gehe davon aus, dass Russland diese Truppen in andere Gebiete in der Ukraine verlegen werde: „Keine der Einheiten sind in ihre Heimstützpunkte zurückgekehrt.“ Darüber hinaus entsende Moskau ein Teil der Truppen auch nach Belarus. „Falls Russland es ernst mit der Deeskalation meint, dann sollten diese Truppen in ihre Heimstützpunkte geschickt werden, anstatt nach Belarus für Versorgung“, so Kirby.

Kirby äußerte sich auch zur Situation in der Hafenstadt Mariupol. „Es gibt russische Truppen, die sehr, sehr nah an der Stadt sind“, unterstrich der Sprecher und bezeichnete die Kämpfe als „schwer“. „Es ist offensichtlich verheerend“, sagte Kirby mit Blick auf die Zusammenstöße. Die Stadt werde durch russische Luftangriffe regelrecht „dezimiert“. Darüber hinaus habe die Kreml-nahe Wagner-Gruppe nun etwa 1000 Söldner im Donbass. Hierfür rekrutiere die Gruppe Kämpfer aus Ländern wie Syrien und Libyen, führte Kirby an.

Ukraine-Krieg: Verteidigungsministerin Lambrecht in den USA

Update vom 30. März, 21.00 Uhr: Bundesverteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) hat bei ihrem Antrittsbesuch in Washington inmitten des Ukraine-Kriegs die enge Zusammenarbeit mit den USA und in der Nato bekräftigt. „Wir stehen näher zusammen als jemals zuvor“, sagte Lambrecht am Mittwoch nach einem Treffen mit US-Verteidigungsminister Lloyd Austin in Washington. Dem russischen Präsidenten Wladimir Putin sei es „nicht gelungen, uns in der Nato und in der EU zu spalten“.

„Wir stehen zusammen und wir sind verlässliche Partner“, sagte Lambrecht weiter. „Darauf können sich insbesondere unsere Nato-Verbündeten an der Nato-Ostflanke verlassen, ohne Wenn und Aber“, so die Ministerin. Ihre Gespräche in Washington hätten deutlich gemacht, „wie sehr wir zusammenstehen in der deutsch-amerikanischen Freundschaft, aber auch in der deutsch-amerikanischen Zusammenarbeit in Fragen der Sicherheitspolitik“, sagte die Bundesverteidigungsministerin. Sie würdigte auch den „unglaublichen Kampf“ der Ukraine im „brutalen Angriffskrieg“ Russlands.

Skeptisch zeigte sich Lambrecht mit Blick auf die russische Ankündigung vom Vortag, die Angriffe auf die ukrainische Hauptstadt Kiew und bei Tschernihiw im Norden der Ukraine "radikal" zu verringern. "Alle Ankündigungen, die von Russland, die von Putin gemacht werden, sind mit großer Skepsis zu betrachten, und es müssen den Worten Taten folgen", sagte Lambrecht. Russland dürfe nicht "Truppen nur verlegen und womöglich einen anderen Weg zu suchen, diesen brutalen Krieg weiterzuführen".

Ukraine-Krieg: Weiterhin Kämpfe um Kiew - CNN berichtet von Artillerie und Mehrfachraketenwerfern

Update vom 30. März, 20.15 Uhr: Trotz des von Russland angekündigten Rückzugs würden die Kämpfe um die ukrainische Hauptstadt Kiew weiterhin andauern, berichtete der US-Sender CNN unter Berufung auf CNN-Korrespondenten in der Stadt. In der Nähe von Irpin höre man konstant Artilleriebeschuss und Mehrfachraketenwerfer sowie Schüsse von leichten Waffen.

Update vom 30. März, 19.20 Uhr: Die US-Regierung will der Ukraine weitere finanzielle Unterstützung in Millionenhöhe zukommen lassen. US-Präsident Joe Biden habe seinem ukrainischen Kollegen Wolodymyr Selenskyj in einem Telefonat 500 Millionen US-Dollar (rund 448 Millionen Euro) an direkter Haushaltshilfe zugesagt, teilte das Weiße Haus in Washington mit.

Beide hätten außerdem darüber gesprochen, wie die USA der Ukraine weiter militärische, wirtschaftliche und humanitäre Hilfe zukommen lassen könnten. Man habe sich auch darüber ausgetauscht, wie die USA die wichtigsten Ersuchen der Ukraine um sicherheitspolitische Unterstützung erfüllen könnten und welche „kritischen Auswirkungen diese Waffen auf den Konflikt“ haben würden, so das Weiße Haus weiter. Ähnlich äußerte sich Selenskyj. Es sei über Verteidigungsmaßnahmen, ein neues Paket von Sanktionen sowie über finanzielle und humanitäre Hilfen gesprochen worden.

Ukraine-Krieg: Russisches Verteidigungsministerium meldet Neugruppierung nahe Kiew

Update vom 30. März, 17.45 Uhr: Nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau haben russische Truppen alle „Hauptaufgaben“ in der Nähe der ukrainischen Hauptstadt Kiew und Tschernihiw erfüllt. Nun befinde man sich in einer planmäßigen Phase der „Neugruppierung“ in diesen Gebieten, um die militärischen Aktivitäten in Prioritätsgebieten zu verstärken und „vor allem die Militäroperation zur kompletten Befreiung vom Donbass zu vervollständigen“, hieß es vom russischen Verteidigungsministerium.

In der ersten Phase der von Russland als solche bezeichneten „Spezialoperation“ sei es das Ziel gewesen, ukrainische Streitkräfte dazu zu zwingen, Truppen für die Verteidigung von Großstädten wie Kiew und Tschernihiw zusammenzuziehen, erklärte das russische Ministerium. So habe man „den Feind“ auf dem Schlachtfeld gehalten, ihn besiegt, „ohne die Städte zu stürmen“ und verhindert, dass er Truppen in die Donbass-Region schickt. Dabei wies das Verteidigungsministerium darauf hin, dass die von pro-russischen Separatisten besetzten Gebiete im Osten der Ukraine die Hauptrichtung russischer Aktivitäten sind.

Update vom 30. März, 17.20 Uhr: Der britische Premierminister Boris Johnson rief die Gruppe der G7 dazu auf, ihre Aktionen gegen Russland zu intensivieren, bis alle russischen Soldaten die Ukraine verlassen. Die G7-Staaten dürften die Sanktionen „nicht einfach aufheben, nur weil es in der Ukraine einen Waffenstillstand gibt“, sagte Johnson im britischen Parlament. Dies würde dem russischen Machthaber Wladimir Putin in die Hände spielen. Die britische Regierung vertrete die Ansicht, so Johnson, dass Großbritannien und Verbündete die Sanktionen gegen Moskau weiterhin verstärken müssten. Mit Blick auf diplomatische Bestrebungen zur Lösung des Konflikts betonte Johnson: „Putin ist nicht zu vertrauen.“

Ukraine-Krieg: Putin von eigenen Beratern fehlgeleitet? - Hunderte Tote bei Schlachten in Irpin

Update vom 30. März, 16.35 Uhr: Laut den USA wird der russische Machthaber Wladimir Putin von seinen Beratern darüber fehlgeleitet, wie schlecht der Krieg in der Ukraine für Moskau läuft und wie schädlich die westlichen Sanktionen für die russische Wirtschaft sind. „Wir glauben, dass Putin falsch informiert wird“, sagte ein US-Beamter gegenüber der Reuters Nachrichtenagentur. Die hochrangigen Berater des Kreml-Chefs hätten Angst, ihm die Wahrheit zu sagen, behauptete der US-Beamte. Dabei gehe es um die schlechte Leistung des russischen Militärs in der Ukraine und westliche Sanktionen, die die russische Wirtschaft „lähmen“ würden.

Update vom 30. März, 16.10 Uhr: In der ukrainischen Stadt Irpin im Nordwesten von Kiew sind nach Angaben des Bürgermeisters Oleksander Markuschjin 200 bis 300 Zivilisten gestorben, bevor ukrainische Truppen die Stadt diese Woche von russischen Soldaten zurückerobern konnten. Zudem seien etwa 50 ukrainische Soldaten bei der Militäroperation in Irpin gestorben, zitierte die Reuters Nachrichtenagentur den Bürgermeister. Russische Truppen hätten die Stadt die ganze Nacht lang mit Artillerie beschossen, so Markuschjin.

Ukraine-Krieg: Erster Durchbruch bei Friedensverhandlungen zwischen Kiew und Moskau?

Update vom 30. März, 15.35 Uhr: Mit Blick auf Friedensgespräche in der Türkei betonte der russische Chefunterhändler Wladimir Medinski, die Ukraine habe sich zum ersten Mal bereit gezeigt, auf Kernforderungen von Moskau zu reagieren. Die Ukraine habe bei Gesprächen in Istanbul eine Reihe schriftlicher Vorschläge gemacht. Diese würden auch ein Verzicht auf Nuklearwaffen sowie auf eine Mitgliedschaft in der Nato enthalten, so der russische Diplomat gegenüber dem Sender Rossiya-24.

„Sie haben uns die Prinzipien einer möglichen Abmachung für die Zukunft auf Papier übergeben. Darin enthalten sind der Verzicht auf Nato-Mitgliedschaft, eine Verankerung des neutralen Status der Ukraine sowie die Abkehr von Nuklearwaffen und weiteren Massenvernichtungswaffen”, erklärte Medinski. Gleichzeitig sei Kiew auch einverstanden damit, keine ausländischen Militärstützpunkte und Einheiten auf ukrainischem Territorium zuzulassen.

Update vom 30. März, 14.35 Uhr: In der südukrainischen Hafenstadt Mariupol ist ein Gebäude des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) nach ukrainischen Angaben Ziel russischer Luftangriffe geworden. „Die Besatzer haben absichtlich ein IKRK-Gebäude in Mariupol bombardiert“, schrieb Ljudmyla Denisowa, Menschenrechtsbeauftragte des ukrainischen Parlaments, am Mittwoch im Messengerdienst Telegram. Es gebe noch keine gesicherten Informationen, ob bei dem Angriff Menschen getötet oder verletzt wurden.

„Feindliche Flugzeuge und Artillerie schossen auf ein Gebäude, das mit einem roten Kreuz auf weißem Grund gekennzeichnet ist, was auf die Anwesenheit von Verletzten oder ziviler oder humanitärer Fracht hinweist“, hieß es in der Erklärung von Denisowa.

Update vom 30. März, 14.10 Uhr: Der ukrainische Generalstab rechnet nicht mit einem großangelegten Abzug russischer Truppen aus Gebieten nahe der Hauptstadt Kiew. Der Gegner habe wegen seiner Verluste wohl nur „vorübergehend das Ziel aufgegeben, Kiew zu blockieren“, teilte der Generalstab am Mittwochmittag mit. Stattdessen gruppierten sich die russischen Truppen um und konzentrierten sich auf Angriffe im Osten und Süden der Ukraine.

Bestätigt wurde ein Teilrückzug russischer Einheiten von dem Ort Browary, der östlich der Millionenstadt Kiew liegt. Nach Gesprächen mit der Ukraine am Dienstag hatte Russland angekündigt, seine Kampfhandlungen bei Kiew und der Stadt Tschernihiw zurückzufahren.

Ukraine-Krieg: Ex-Oligarch glaubt, dass Putin Nato angreifen wird

Update vom 30. März, 13.53 Uhr: Michail Chodorkowski war einst einer der reichsten Männer Russlands. Nun teilte der russische Exil-Oppositionelle seine Einschätzung zu Wladimir Putin: „Er wird Nato-Staaten angreifen, so oder so - nicht unbedingt mit Raketen, aber etwa mit Terrorangriffen“, sagte der ehemalige Oligarch in einem aktuellen Gespräch mit der Wochenzeitung Die Zeit.

In Deutschland müsse man verstehen, dass Putin und sein Machtzirkel davon überzeugt seien, in der Ukraine einen Krieg gegen die USA zu führen - und damit gegen die Nato. „Ich glaube, er denkt: Wird die Nato zusammenhalten, wenn ich die Grenze nach Polen oder in die Baltenstaaten überquere? Ich kann“s ja mal probieren!“, sagte Chodorkowski.

„Ich persönlich denke, die Nato wird nicht reagieren, und im Ergebnis wird sie dadurch aufhören zu existieren. Das ist genau, was Putin will“, führte Chordorkowski, der heute in London lebt, aus.

Ukraine-Krieg: Kreml-Kritiker und Ex-Oligarch Michail Chodorkowski am 22. März in einem Pressegespräch in Berlin
Kreml-Kritiker und Ex-Oligarch Michail Chodorkowski im März 2022 in Berlin © Bernd von Jutrczenka/dpa

Ukraine-Krieg-News: Kreml rudert bei Rubel-Zahlungen zurück

Update vom 30. März, 12.49 Uhr: Der Kreml rudert zurück: Rubel-Zahlungen für russisches Gas sollen doch noch nicht ab Donnerstag (31. März) gelten, sondern schrittweise, teilte dessen Sprecher Dmitri Peskow an diesem Mittwoch mit.

Vielmehr wolle sich Präsident Wladimir Putin an Donnerstag mit Vertretern des russischen Gasriesen Gazprom und der Zentralbank treffen, um sich über die Stand der Dinge informieren zu lassen. Peskow hatte zuvor gesagt, wenn nicht bezahlt werde, komme kein Gas; Russland sei keine Wohltätigkeitsorganisation.

Die Ankündigung war eine Reaktion Russlands auf die westlichen Sanktionen im Zuge des Ukraine-Kriegs gewesen. Sein Land könne nach Putins Worten mit Euro und Dollar nichts mehr anfangen kann. Mehr Hintergründe erfahren Sie im Wirtschafts-Ticker zum Ukraine-Krieg von merkur.de*.

Das von der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Sputnik via AP veröffentlichte Poolfoto zeigt Wladimir Putin, Präsident von Russland, der an einem Treffen teilnimmt.
Russlands Präsident Wladimir Putin (Archivbild) © Mikhail Klimentyev/dpa

Ukraine-Krieg-News: Selenskyj-Seite warnt vor Gefahr in Tschernobyl

Update vom 30. März, 12.15 Uhr: Die ukrainische Seite befürchtet, dass in der Atomruine Tschernobyl Munition explodieren könnte. Das berichtet Spiegel Online an diesem Mittwoch und beruft sich dabei auf die stellvertretende ukrainische Ministerpräsidentin Iryna Wereschtschuk.

Sie forderte demnach, dass der UN-Sicherheitsrat „unverzüglich“ Maßnahmen ergreift, um die Sperrzone zu entmilitarisieren. Es gehe um das Risiko „einer Wiederholung einer nuklearen Katastrophe“, zitiert das Nachrichtenportal Wereschtschuk.

Die Atomruine Tschernobyl. Im Ukraine-Krieg sind hier erneut Brände ausgebrochen.
Die Atomruine Tschernobyl (Archivbild) © IMAGO / ITAR-TASS

Ukraine-Krieg: Neue Geheimdienst-Infos - „Neupositionierung“ der Putin-Truppen erwartet

Erstmeldung vom 30. März: London/Kiew - Schon vor dem Ukraine-Krieg hat die britische Regierung unter Premier Boris Johnson* in ungewöhnlich offener Art und Weise Geheimdienstinformationen mit der Öffentlichkeit geteilt. Auch an diesem Mittwochmorgen gab sie eine Einschätzungen zum Verlauf weiter.

Demnach haben sich einige russische Einheiten nach Belarus und Russland zurückgezogen. Grund sind schwere Verluste in der Ukraine. Dort wollen sie Nachschub organisieren und sich neu aufstellen, hieß es. Daran zeigten sich die Schwierigkeiten, die Putins Truppen bei ihrer Invasion haben. Nun erhöhe sich der Druck auf die in der Ukraine verbleibende russische Logistik weiter.

Man rechne damit, dass Moskau seine geschwächte Kampfstärke am Boden durch verstärkte Raketenangriffe kompensieren werde. Der vom Kreml ausgegebene Fokus auf die Ostukraine sei mutmaßlich „ein stillschweigendes Eingeständnis“ der Probleme.

Ukraine-Krieg
Russische Soldaten bei einer Militärübung in der Region Kaliningrad am 22. März. © Mikhail Golenkov/Imago Images

Ukraine-Krieg-News: Große Zweifel an Putins Kiew-Ankündigung

Wie ernst meint es der Kreml mit seinen jüngsten Ankündigungen? Die jüngsten Verhandlungen zwischen der Ukraine und Russland* haben für Aufsehen gesorgt. Sie rufen aber auch starkes Misstrauen hervor. Die USA bezweifeln, dass die Truppen von Wladimir Putin* ihre Angriffe auf Kiew „radikal“ verringern. Vielmehr drohe eine neue Großoffensive.

Bislang scheine sich nur eine „kleine Zahl“ russischer Soldaten von Kiew zu entfernen. Das sei aber kein „Rückzug“, sondern eine „Neupositionierung“ der Truppen, sagte Pentagon-Sprecher John Kirby am Dienstag (29. März).

„Das bedeutet nicht, dass die Gefahr für Kiew vorbei ist.“ Es drohe eine „Großoffensive gegen andere Regionen in der Ukraine“, fuhr er fort. Man müsse weiter mit „massiver Brutalität“ gegen die Ukraine und Kiew rechnen, warnte er.

Wolodymr Selenskyj*, Präsident der Ukraine, sieht das ähnlich. „Diese Signale übertönen aber nicht die Explosionen russischer Geschosse“, sagte er am Dienstagabend in einer Videoansprache. (Mehr dazu im Video am Artikelanfang.)

Ukraine-Krieg-News: London-Geheimdienst rechnet mit neuer Großoffensive

Britische Militärexperten halten es aktuell für „höchst wahrscheinlich“, dass russische Soldaten im Ukraine-Krieg ihre Kampfkraft aus dem Norden in den Südosten des Landes verlegen. Sie rechnen also mit einer verstärkten Offensive in der Region Luhansk und Donezk.

In Luhansk sollen russische Soldaten nun Wohngebiete mit schwerem Geschütz angegriffen haben. Das berichtet unter anderem das Portal „Nexta“ mit Sitz in Warschau an diesem Mittwoch und twitterte entsprechende Fotos:

Bei den Angriffen habe es Verletzte gegeben, hieß es weiter, ihre Zahl sei noch unklar. Die Angaben ließen sich nicht unabhängig prüfen.

Ukraine-Krieg: US-Ministerium gibt harte Reisewarnung heraus

In einer ungewöhnlich harten Reisewarnung hat das US-Außenministerium alle Amerikaner darauf hingewiesen, dass sie bei Reisen in Russland von den dortigen Sicherheitsbehörden festgesetzt werden könnten. „Alle US-Bürger, die in Russland wohnen oder reisen, sollten das Land umgehend verlassen“, hieß es in der Nacht zu diesem Mittwoch (30 März). (dpa/AFP/frs) *Merkur.de und tz.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA

Auch interessant

Kommentare