Klägliche Veranstaltung

Neonazi-Demo vor dem NSU-Prozess

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Neonazis demonstrieren gegen den NSU-Prozess in München.

München - Es sollte eine Provokation werden, doch es wurde die erwartet klägliche Veranstaltung: Nur elf Neonazis demonstrierten am Dienstag vor dem Münchner Gerichtsgebäude gegen den NSU-Prozess. Mehr als hundert Gegendemonstranten ließen sie nicht zu Wort kommen.

Umringt von Polizisten und Absperrgittern haben am Dienstagmorgen nur elf Neonazis gegen den NSU-Prozess demonstriert. Die Aktion galt als Provokation, weil sie unmittelbar vor dem Gerichtsgebäude stattfand, in dem gegen die mutmaßlichen rechten Terroristen vom Nationalsozialistischen Untergrund verhandelt wird. Mehr als hundert Gegendemonstranten sorgten dafür, dass die rechten Parolen der Neonazis um den vorbestraften Münchner Rechtsextremen Philipp Hasselbach kaum zu verstehen waren.

Hinter zwei Transparenten verschanzt schwadronierte Hasselbach von einer angeblichen "NSU-Show" und nannte die wegen zehnfachen Mordes und Unterstützung einer terroristischen Vereinigung angeklagten Gesinnungsgenossen  "Helden". Die Gegendemonstranten skandierten "Mörder-Bande!" und riefen "Nazis raus!". Die Münchner Polizei war mit 70 Beamten vor Ort. Zu Zwischenfällen kam es nicht.

Philipp Vetter

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