Rechtsextreme bedrohen Reservisten der Bundeswehr

Leipzig/Bonn - Neonazis haben Mitglieder des Reservisten-Verbandes der Bundeswehr in Sachsen anonym mit Telefonanrufen bedroht. Was sie mit den Einschüchterungsversuchen erreichen wollen.

Hintergrund sei die Linie des Verbandes, NPD-Mitglieder aus den eigenen Reihen auszuschließen, sagte eine Verbandssprecherin am Montag in Bonn. Sie bestätigte damit einen „Spiegel“-Bericht. „Das ist schon ernst zu nehmen.“

Verbandspräsident Roderich Kiesewetter erklärte, Vorkommnisse wie in Sachsen seien ein Schlag ins Gesicht. „Hier fordere ich einfach mehr Zivilcourage von der Gesellschaft.“ Auch Kiesewetter selbst erhielt Drohungen. Per Mail wurde er aufgefordert, von seiner Politik gegen NPD-Mitglieder abzuweichen.

In dem Verband sind die Reservisten der Bundeswehr organisiert. Sie engagieren sich ehrenamtlich und arbeiten - etwa bei Katastropheneinsätzen - mit der Bundeswehr zusammen. Die Satzung der rechtsextremen NPD sei nicht mit der Satzung des Reservistenverbandes vereinbar, hieß es. Laut „Spiegel“ wurden in den vergangenen sechs Jahren 57 NPD-Mitglieder und andere Rechtsextremisten ausgeschlossen.

Deutschland gedenkt der Opfer der Neonazi-Mordserie

ap
Eine Angehörige trägt eine weiße Kerze ins Berliner Konzerthaus. © 
Im Konzerthaus in Berlin fand die zentrale Gedenkfeier für die Opfer der rechtsextremen Terrorzelle "Nationalsozialistischer Untergrund" (NSU) statt. Angela Merkel nahm zwischen Angehörigen der Opfer platz. Bei ihrer Rede entschuldigte sie sich bei ihnen und versprach eine vollständige Aufklärung. © ap
Im Konzerthaus in Berlin fand die zentrale Gedenkfeier für die Opfer der rechtsextremen Terrorzelle "Nationalsozialistischer Untergrund" (NSU) statt. Angela Merkel nahm zwischen Angehörigen der Opfer platz. Bei ihrer Rede entschuldigte sie sich bei ihnen und versprach eine vollständige Aufklärung. © ap
Zwei Angehörige der Opfer hinterlassen auf dem Podium des Konzerthauses eine Kerze der Hoffnung. © ap
Im Konzerthaus in Berlin fand die zentrale Gedenkfeier für die Opfer der rechtsextremen Terrorzelle "Nationalsozialistischer Untergrund" (NSU) statt. Angela Merkel nahm zwischen Angehörigen der Opfer platz. Bei ihrer Rede entschuldigte sie sich bei ihnen und versprach eine vollständige Aufklärung. © dpa
Im Konzerthaus in Berlin fand die zentrale Gedenkfeier für die Opfer der rechtsextremen Terrorzelle "Nationalsozialistischer Untergrund" (NSU) statt. Angela Merkel nahm zwischen Angehörigen der Opfer platz. Bei ihrer Rede entschuldigte sie sich bei ihnen und versprach eine vollständige Aufklärung. © ap
Im Konzerthaus in Berlin fand die zentrale Gedenkfeier für die Opfer der rechtsextremen Terrorzelle "Nationalsozialistischer Untergrund" (NSU) statt. Angela Merkel nahm zwischen Angehörigen der Opfer platz. Bei ihrer Rede entschuldigte sie sich bei ihnen und versprach eine vollständige Aufklärung. © dpa
Im Konzerthaus in Berlin fand die zentrale Gedenkfeier für die Opfer der rechtsextremen Terrorzelle "Nationalsozialistischer Untergrund" (NSU) statt. Angela Merkel nahm zwischen Angehörigen der Opfer platz. Bei ihrer Rede entschuldigte sie sich bei ihnen und versprach eine vollständige Aufklärung. © dpa
Im Konzerthaus in Berlin fand die zentrale Gedenkfeier für die Opfer der rechtsextremen Terrorzelle "Nationalsozialistischer Untergrund" (NSU) statt. Angela Merkel nahm zwischen Angehörigen der Opfer platz. Bei ihrer Rede entschuldigte sie sich bei ihnen und versprach eine vollständige Aufklärung. © ap
Der Angehörige eines Opfers hielt eine bewegende Rede. © ap
Auch Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble war bei der Gedenkfeier sichtlich bewegt. © ap
Im Konzerthaus in Berlin fand die zentrale Gedenkfeier für die Opfer der rechtsextremen Terrorzelle "Nationalsozialistischer Untergrund" (NSU) statt. Angela Merkel nahm zwischen Angehörigen der Opfer platz. Bei ihrer Rede entschuldigte sie sich bei ihnen und versprach eine vollständige Aufklärung. © dpa
Ein SEK Beamte steht auf dem Dach des Konzerthauses. © dpa

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

Auch interessant

Meistgelesen

Trump ruft in Live-Sendung an und redet sich um Kopf und Kragen: „Ohne mich ...“
Trump ruft in Live-Sendung an und redet sich um Kopf und Kragen: „Ohne mich ...“
Zukunft von Sachsen: „Kenia-Koalition“ will am Sonntag Koalitionsvertrag vorstellen
Zukunft von Sachsen: „Kenia-Koalition“ will am Sonntag Koalitionsvertrag vorstellen
TV-Star beleidigt Jungen auf Klima-Demo - „Kleiner Pisser“
TV-Star beleidigt Jungen auf Klima-Demo - „Kleiner Pisser“
Terror auf der London Bridge: Held korrigiert Narwalzahn-Missverständnis
Terror auf der London Bridge: Held korrigiert Narwalzahn-Missverständnis

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion