Nach der Rede vor UN-Vollversammlung

Netanjahu: Ruhanis Äußerungen "zynisch"

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Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu

New York - Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat die Rede des iranischen Staatschefs Hassan Ruhani vor der UN-Vollversammlung als "zynisch und voller Heuchelei" bezeichnet.

Ruhani habe bei der Generaldebatte in New York über Menschenrechte gesprochen, während "iranische Truppen an dem riesigen Gemetzel an Zivilisten in Syrien beteiligt" seien, erklärte Netanjahu am Mittwoch in Jerusalem.

Mit Blick auf das iranische Atomprogramm warf er Ruhani vor, der Iran spiele auf Zeit, "um seine Fähigkeiten zur Herstellung von Atomwaffen auszubauen". Ruhani hatte am Dienstag vor den Vereinten Nationen für einen "diplomatischen Weg" zur Lösung des Atomstreits geworben. Konkrete Angebote an den Westen machte er aber nicht. Der Westen vermutet, dass der Iran heimlich an Atomwaffen arbeitet. Teheran bestreitet dies und beharrt auf sein Recht auf eine friedliche Nutzung der Atomenergie. In einem Interview mit dem US-Fernsehsender CNN verurteilte Ruhani am Dienstag zudem den Holocaust und grenzte sich damit deutlich von seinem Vorgänger Mahmud Ahmadinedschad ab. Zur Staatsgründung Israels nach dem Zweiten Weltkrieg äußerte sich allerdings auch Ruhani kritisch. Seit seiner Wahl im Juni schlug er insgesamt versöhnlichere Töne gegenüber dem Westen an.

afp

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