Protestwelle der Muslimbrüder

Neue Krawalle in Ägypten: Vier Tote

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Anhänger der Muslimbrüder liferen sich am Freitag in Kairo eine Straßenschlacht mit Anhängern der Regierung.

Kairo - Bei den neuen Zusammenstößen zwischen Anhängern des gestürzten ägyptischen Präsidenten Mohammed Mursi mit ihren politischen Gegner und den Sicherheitskräften sind am Freitag in Kairo vier Menschen getötet worden.

Zudem seien 40 Menschen bei den Ausschreitungen in der Hauptstadt verletzt worden, sagte der Leiter der Rettungsdienste, Chaled al-Chatib, der Nachrichtenagentur AFP.

Die Mursi-Anhänger waren nach dem Freitagsgebet in mehreren Vierteln der Hauptstadt auf die Straße gegangen, um gegen das Militär und den Armeechef Abdel Fattah al-Sisi zu protestieren. Die Polizei ging mit Warnschüssen und Tränengas gegen die Islamisten vor und riegelte den zentralen Tahrir-Platz ab. Die amtliche Nachrichtenagentur Mena meldete auch aus der Küstenstadt Alexandria Ausschreitungen.

Ägypten am Abgrund - Chronologie der Zeit nach Mursi

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Der den Muslimbrüdern entstammende Mursi war am 3. Juli vom Militär entmachtet worden. Am 14. August räumten Polizei und Streitkräfte die Protestlager der Muslimbrüder in Kairo mit Gewalt. Dabei wurden hunderte Menschen getötet. Anschließend wurde nahezu die gesamte Führungsriege der Muslimbruderschaft verhaftet. Ende September wurden alle Aktivitäten der Organisation verboten.

AFP

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