Initiative aus Nürnberg

Neue Plattform soll Hilfe für Flüchtlinge vereinfachen

Nürnberg - Wer sich für Flüchtlinge engagieren möchte, soll in Zukunft passende Angebote schneller finden können:

Die Nürnberger Flüchtlingsinitiative „Asylothek“ will mit Unterstützung des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) eine zentrale Internetplattform zum Auffinden von Asylprojekten aufbauen. „Wir haben ein relativ hohes Engagement und das muss kanalisiert werden“, sagte BAMF-Präsident Manfred Schmidt bei einem Besuch der „Asylothek“ am Freitag in Nürnberg. „Viele, die helfen wollen, wissen im Prinzip nicht, wo soll ich mich hinwenden“, betonte Schmidt.

Nach Berechnungen von „Asylothek“-Gründer Günter Reichert könnten die Gemeinden und Städte durch die zentrale Webseite insgesamt mehr als vier Millionen Euro einsparen, weil sie dann keine eigenen Internetseiten erstellen und ständig aktualisieren müssten. Außerdem würden weniger Nachfragen bei den Mitarbeitern in den Gemeinden eingehen, die ohnehin durch die hohe Zahl an Flüchtlingen am Limit arbeiteten.

Auf der geplanten Internetplattform, für die es allerdings noch keinen Starttermin gibt, sollen Asylprojekte zentral nach Städten erfasst werden. Zudem sollen auch allgemeine Informationen abrufbar sein - beispielsweise wie man eine Patenschaft für einen jungen Flüchtling übernehmen kann. Denkbar ist laut Schmidt, die Plattform über die Internet- und Social Media-Seiten des BAMF zu verlinken. Aber auch eine Projektförderung aus einem europäischen Fonds sei vorstellbar.

In der „Asylothek“ werden junge Flüchtlinge durch spielerische Elemente mit den Regeln in Deutschland vertraut gemacht. Asylbewerber können dort außerdem Deutsch lernen, selbst wenn sie noch keinen Aufenthaltstitel haben.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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