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Nordkaukasus: "Geheimgefängnisse" in der Kritik

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Der Menschenrechtler Oleg Orlow wurde 2009  für seinen Kampf für Freiheit und gegen Unterdrückung und Ungerechtigkeit mit dem Sacharowpreis ausgezeichnet. © dpa

Moskau - Russische Menschenrechtler haben die Führung in Moskau zur Schließung von “Geheimgefängnissen“ in der Konfliktregion Nordkaukasus aufgefordert.

Immer wieder stehen die regionalen Behörden im Verdacht, mutmaßliche Terroristen gewaltsam zu entführen und in den illegalen Bunkern zu foltern und zu töten, ohne dass sie Aussicht auf ein Verfahren hätten. Das sagte der Leiter der russischen Menschenrechtsorganisation Memorial, Oleg Orlow, am Samstag der Agentur Interfax. Orlow forderte ein Ende der umstrittenen Praxis und  warf den Verantwortlichen “Staats-Terror“ vor.

Russland hatte sich unlängst darüber empört, dass ein Expertenbericht auch über “Geheimgefängnisse“ im Nordkaukasus auf der Internetseite der Vereinten Nationen einsehbar ist. An dem Bericht hatten Fachleute mehrerer Organisationen mitgearbeitet. Zudem beinhaltet er mehrere Schilderungen von Augenzeugen.

In den russischen Teilrepubliken Tschetschenien, Inguschetien und Dagestan im Nordkaukasus dauern die gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen islamistischen Untergrundkämpfern, russischen Sicherheitskräften und kriminellen Banden seit Jahren an. dpa

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