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Nordkorea: Russland lehnt Sanktionen ab

Russlands Außenminister Lawrow fordert eine "ausgewogene Entscheidung".

Moskau - Die UN-Vetomacht Russland hat den nordkoreanischen Raketenstart “bedauert“, zugleich aber Zwangsmaßnahmen gegen das stalinistisch geführte Nachbarland abgelehnt.

Der Weltsicherheitsrat müsse eine “ausgewogene“ Entscheidung treffen, sagte Außenminister Sergej Lawrow am Freitag in Moskau. “Wir glauben nicht an neue Sanktionen. Sie tragen nicht dazu bei, die Situation zu lösen“, sagte Lawrow auf einer im Staatsfernsehen übertragenen Pressekonferenz mit seinen Amtskollegen aus China und Indien. Das Ziel müsse weiterhin sein, im Streit um Nordkoreas Atomprogramm die internationalen Verhandlungen unter Beteiligung der USA wieder aufzunehmen.

Das ist Nordkorea

Das ist Nordkorea

Der chinesische Außenminister Yang Jiechi rief alle Seiten zur Zurückhaltung auf. Es dürften keine Schritte unternommen werden, die die Sicherheit auf der koreanischen Halbinsel gefährdeten. Die internationale Gemeinschaft müsse gemeinsam für Frieden und Stabilität in der Region sorgen. China ist der engste Verbündete Nordkoreas.

Bei der geplanten Sitzung des Weltsicherheitsrats am Freitag wird es aller Voraussicht nach zu einer formellen Verurteilung Nordkoreas kommen, hieß es in New York. Das mächtigste UN-Gremium hatte Nordkorea mehrfach kritisiert und 2006 und 2009 mit Sanktionen belegt. In Resolutionen des Rats war Nordkorea aufgerufen worden, jegliche Raketenstarts “unter Verwendung ballistischer Raketentechnologie“ zu unterlassen.

EU verurteilt Raketenstart Nordkoreas

Auch die Europäische Union hat den Raketenstart Nordkoreas als “klare Verletzung der internationalen Verpflichtungen“ des Landes verurteilt. Die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton kritisierte am Freitag in Brüssel, dass Nordkorea gegen die Resolution 1874 des UN-Sicherheitsrates verstoßen habe. Diese fordert von Nordkorea einen Verzicht auf den Start jeglicher ballistischer Raketen.

Die Außenbeauftragte nannte die Aktionen “gefährlich und destabilisierend“. Ashton rief die nordkoreanische Regierung dazu auf, künftig “jegliche Handlungen zu unterlassen, die die Spannungen in der Region weiter verschärfen könnten.“ Zugleich bot die EU ihre Unterstützung zur Wahrung des Friedens auf der koreanischen Halbinsel

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon kritisiert Raketenstart Nordkoreas

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat den Raketenstart Nordkoreas als Bedrohung für die Stabilität der Region kritisiert. “Der Start ist eine direkte Verletzung der Resolution 1874 des UN-Sicherheitsrates“, teilte der UN-Generalsekretär am Freitag in Genf mit. Mit dieser Resolution vom Juni 2009 hatte der Sicherheitsrat einen nordkoreanischen Atomwaffenversuch scharf verurteilt und verlangt, keine weiteren Raketentests durchzuführen.

Ban Ki Moon forderte Nordkorea auf, die Spannungen in der Region nicht durch weitere provozierende Aktionen zu erhöhen. Stattdessen müsse die Regierung Nordkoreas an der Vertrauensbildung zu den Nachbarstaaten arbeiten und die Lebensqualität der Menschen im Land verbessern.

Nato: Raketenstart klarer Verstoß gegen UN-Resolutionen

Die Nato hat den missglückten Raketenversuch Nordkoreas als “klaren Bruch der Resolutionen des UN-Sicherheitsrates“ verurteilt. Nato-Sprecherin Oana Lungescu sagte am Freitag in Brüssel, der Startversuch untergrabe die Bemühungen um eine Verringerung der Spannungen und um mehr Transparenz auf der koranischen Halbinsel und in der gesamten Region. “Nordkorea sollte seinen internationalen Verpflichtungen nachkommen und seine Verstöße gegen Resolutionen des UN-Sicherheitsrates beenden“, sagte Lungescu.

dpa

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