Amerikaner müssen aufklären!

Seehofer: Verhältnis zu USA "eklatant gestört"

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Ministerpräsident und CSU-Chef Horst Seehofer

München - Aus Sicht von Horst Seehofer ist das deutsch-amerikanische Verhältnis derzeit "eklatant gestört". Vor einer Abhörattacke auf die eigene Person hat der Ministerpräsident aber keine Angst.

Ministerpräsident und CSU-Chef Horst Seehofer hat keine Sorge, dass die USA bei einem möglichen Lauschangriff auf seine Telefone brisante Inhalte abgreifen könnten. „Ich fühle mich relativ sicher, weil ich meine Telefongespräche so führe, dass dort keine sensiblen Informationen preisgegeben werden“, sagte Seehofer dem „Donaukurier“. „Wer das abhört, erfährt keine Staatsgeheimnisse.“

Seehofer hält das deutsch-amerikanische Verhältnis nach dem US-Lauschangriff auf Kanzlerin Angela Merkel (CDU) für „eklatant gestört“. „Es wird auch erhebliche Zeit brauchen, um es wieder aufzubauen. Dies geht nur, wenn die amerikanische Seite schnell und ernsthaft alles tut um aufzuklären.“ Grenzen seien weit überschritten worden. Mit Terrorabwehr habe dies nichts mehr zu tun. „Wir brauchen dringend auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene nicht nur ein neues Denken, sondern auch neue Regeln beim Datenschutz“, forderte der bayerische Ministerpräsident.

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dpa

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