NSU-Prozess

Landtagspresse bietet türkischen Medien Plätze an

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Ein Mann hält türkische Tageszeitungen in der Hand (Archivbild).

München - Angesichts der harten Haltung des Münchner Oberlandesgerichts (OLG) will die bayerische Landtagspresse nun in Eigenregie für einen Zugang türkischer Medien zum NSU-Prozess sorgen.

Drei bayerische Medien mit reservierten Plätzen haben sich bereiterklärt, diese an den ersten drei Prozesstagen frei zu lassen - in der Hoffnung, dass drei türkische Medienvertreter davon profitieren. In einem Rundschreiben appellierte die Landtagspresse am Freitag an alle zugelassenen Journalisten, die keinen reservierten Platz haben und sich in die Warteschlange um freiwerdende Plätze einreihen wollen, drei türkische Kollegen nach vorn zu lassen. Das OLG steht massiv in der Kritik, weil die türkischen Medien beim Rennen um feste Presseplätze leer ausgegangen sind. Nach der Sicherheitsverfügung des Gerichts gehen freiwerdende Presseplätze „an weitere wartende akkreditierte Medienvertreter in der Reihenfolge ihrer Ankunft vor dem Sitzungssaal“.

„Augsburger Allgemeine“, „Main-Post“, „Nordbayerischer Kurier“ und „Radio Arabella“ schließen sich zu einem Pool zusammen und lassen zunächst einmal drei ihrer vier Plätze frei. Die zentrale Frage sei nun, ob so viel Solidarität unter den wartenden Kollegen organisiert werden könne, „dass sie drei türkischen Kollegen den Vortritt in den Gerichtssaal lassen“.

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dpa

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