Er überließ ihnen seinen Personalausweis

NSU-Prozess: Zeuge wollte Trio beim Abtauchen im Ausland helfen

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Der NSU Prozess wurde am Mittwoch fortgesetzt. Hauptangeklagte Beate Zschäpe muss sich wegen zehn überwiegend rassistisch motivierten Morden und zwei Sprengstoffanschlägen verantworten.

München - Ein Zeuge aus der rechtsextremen Unterstützerszene in Chemnitz hat im Münchner NSU-Prozess eingeräumt, das Terrortrio bei Fluchtplänen ins Ausland unterstützt zu haben.

Der Zeuge sagte am Mittwoch vor dem Oberlandesgericht München aus, er habe den drei NSU-Leuten seinen Personalausweis überlassen. Dann habe er mitbekommen, dass auf seinen Namen ein Reisepass beantragt und ausgestellt wurde. Nach einigen Monaten habe er aber den Eindruck gehabt, die Fluchtpläne ins Ausland hätten sich zerschlagen.

Er habe das Trio gebeten, ihm den Pass auszuhändigen und ihn auch bekommen. Auf dem Dokument habe sich das Passfoto eines der beiden „Uwes“ befunden. Aus den Gerichtsakten geht hervor, dass es sich um Uwe Böhnhardt handelte. Der Zeuge sagte, er habe den Pass sofort vernichtet.

Zeuge versteckte Flüchtlinge in Chemnitz

Der Zeuge räumte auch ein, die drei Flüchtige nach ihrem Abtauchen 1998 bei Bekannten in Chemnitz versteckt zu haben. Den Kontakt habe ein Mitglied der sächsischen „Blood & Honour“-Division am Telefon herstellt.

Hauptangeklagte im NSU-Prozess ist Beate Zschäpe. Sie muss sich wegen zehn überwiegend rassistisch motivierten Morden und zwei Sprengstoffanschlägen verantworten.

dpa

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