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NSU-Prozess: Zoff um das Kruzifix

"Das Gericht sollte das Kreuz entfernen"

München - Der Wirbel um den NSU-Prozess reißt nicht ab! Im Streit um die mögliche Entfernung des Kreuzes aus dem Gerichtssaal haben sich nun weitere Politiker geäußert.

Jetzt löste die Forderung eines türkischen Politikers, das Kreuz aus dem Gerichtssaal zu entfernen, eine heftige Debatte aus. Der Parlamentarier Mahmut Tanal hatte in türkischen Medien erklärt, das christliche Kreuz sei ein „Zeichen der Bedrohung für Nichtchristen“ und müsse aus dem Gerichtssaal des Oberlandesgerichts entfernt werden. Bayerns Justizministerin Beate Merk (CSU) wies die Forderung zurück: „Mir ist es sehr wichtig, dass in bayerischen Gerichtssälen Kreuze hängen, damit unsere christlichen Wurzeln und Werte auch in unseren Gerichten deutlich werden.“ Auch die Kirche wehrt sich: „Das Kreuz gehört dahin, wo es hängt“, sagte der Sprecher der Deutschen Bischofskonferenz, Matthias Kopp.

Ulrike Gote

Ganz anderer Meinung sind dagegen die Grünen. Die religionspolitische Sprecherin Ulrike Gote: „Gerade bei dem Prozess mit muslimisch geprägten Opfern kommt es auf Sensibilität an. Wenn einer der Verfahrensbeteiligten um Entfernung des Kreuzes bittet, sollte das Gericht dem nachkommen.“

Um Kreuze in öffentlichen Gebäuden gibt es immer wieder Streit. In den bayerischen Schulen dürfen Kruzifixe bleiben, solange niemand protestiert. Auch in vielen bayerischen Gerichten sind Kruzifixe angebracht. Sie können im Einzelfall abgehängt werden. Der NSU-Prozess gegen Beate Zschäpe und vier Mitangeklagte wird am Dienstag fortgesetzt.

CMY

NSU-Prozess in München - die Bilder

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Rubriklistenbild: © dpa

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