Özdemir sieht keine Zukunft für Atomenergie

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 “Ich prognostiziere, dass die Atomenergie in Demokratien keine Zukunft mehr hat“, sagte Özdemir

Frankfurt/Main - Angesichts der Reaktorkatastrophe in Japan sieht Grünen-Chef Cem Özdemir die Atomenergie an einem entscheidenden Wendepunkt. Er glaubt, dass Atomstrom keine Zukunft hat.

 “Ich prognostiziere, dass die Atomenergie in Demokratien keine Zukunft mehr hat“, sagte Özdemir dem Radiosender hr-info. Er gehe zwar davon aus, dass die Atomkraft in “semidemokratischen“ und autoritären Gesellschaften noch eine Rolle spiele.

In demokratischen Gesellschaften hätten die Befürworter der Atomenergie aber keine Chance mehr. Als Hauptgründe nannte

Özdemir eine kritische Presse und eine kritische Öffentlichkeit. Als Beispiel verwies er auf die USA. Dort sei trotz vierzig geplanter neuer Atomkraftwerke in den vergangenen acht Jahren keines mehr gebaut worden.

Die Atomkraftwerke in Deutschland und Europa

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Auch in Deutschland rechnet Özdemir damit, dass das letzte Atomkraftwerk schneller vom Netz geht, als von der schwarz-gelben Regierungskoalition mit der Laufzeitverlängerung beschlossen. “Das wird spätestens im Jahr 2020 der Fall sein“, prophezeite er, genauso wie im noch von Rot-Grün beschlossenen Atomausstieg vorgesehen. Nicht zuletzt durch den Druck der Öffentlichkeit werde die Bundesregierung dazu gezwungen, zu diesem Atomausstieg zurückzukehren. “Das gebe ich Ihnen mit Brief und Siegel“, sagte Özdemir.

dpa

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