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„Massive Omikron-Welle“: Expertenpapier erklärt Ministerpräsident die Lage - klare Regel-Empfehlungen

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Von: Richard Strobl

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Michael Kretschmer (l, CDU), Ministerpräsident von Sachsen, spricht mit Maske und Face Shield mit einer Schwester der Covid-Normalstation im Universitätsklinikum Leipzig.
Michael Kretschmer (l, CDU), Ministerpräsident von Sachsen, spricht mit Maske und Face Shield mit einer Schwester der Covid-Normalstation im Universitätsklinikum Leipzig. © Jan Woitas/dpa

Laut eines Expertenpapiers droht Ende Januar eine „massive Omikron-Welle“. Der Politik werden in Sachsen klare Handlungsempfehlungen gegeben.

Dresden - Die Omikron-Variante ist auf dem Vormarsch. Das gilt nicht nur für Frankreich und Großbritannien, das bereits deutliche Folgen bei Versorgung zu spüren bekommt*, sondern auch in Deutschland. Knapp zwei Wochen ist Deutschland in der Entwicklung hinterher, schätzt der Corona-Expertenrat. Doch wie heftig die Omikron-Welle werden könnte, das zeigen nun Berechnungen aus Sachsen.

Omikron-Prognose in Sachsen: „Massive Welle“ Ende Januar erwartet

Die sächsische Landesregierung hatte seine aktuelle Corona*-Verordnung - die strengste in Deutschland - am Dienstag unverändert um eine Woche bis zum 14. Januar verlängert. Bis dahin hofft man auf eine bessere Datenlage - und man will die Corona-MPK am Freitag abwarten.

Doch dann könnten keine Lockerungen, sondern eher Verschärfungen in Sachsen anstehen. Das geht aus einem Experten-Papier hervor, das am Dienstag dem sächsischen Kabinett vorgestellt wurde und über das die Bild berichtet.

Darin prognostiziert das Expertengremium aus Statistikern und Epidemiologen um den Biostatistiker Markus Löffler demnach für Ende Januar eine „massive Omikron-Welle“.

Omikron-Welle: Experten haben klare Regel-Vorschläge

Allein in Sachsen errechnete man für Anfang Februar mit 60.000 bis 95.000 positiven Tests täglich. Die Berechnung basiert auf der Annahme, dass die Omikron-Variante achtmal so ansteckend ist, wie die Delta-Variante, heißt es in dem Bericht.

Zwar müssten nach Studien aus Großbritannien wesentlich weniger Menschen in Kliniken, doch dieser Effekt wird durch die schiere Menge an Infektionen ausgeglichen. „Es werden fast alle Bürger eine Infektion durchmachen“, zitiert die Bild aus dem Papier. Es gehe dann nur noch darum, die Spitze nicht allzu hoch werden zu lassen.

Die Experten empfehlen weiter stark auf Impfen und Boostern zu setzen. Sie empfehlen sogar eine zweite Booster-Impfung. Daneben solle im Einzelhandel und in der Gastronomie auf die 2G-Plus-Regeln verschärft werden. Heißt: Geimpfte und Genesene haben nur mit einem gültigen Test Zugang.

Besonders gefährdet sei auch bei Omikron die Gruppe der über 60-Jährigen. Für diese empfiehlt das Gremium demnach weitere Schutzmaßnahmen, lässt aber offen, wie diese aussehen könnten. (rjs) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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