Enthüllungen über Briefkastenfirmen

Poroschenko, Gribkowsky und ein Ex-Bundesliga-Trainer: Sie tauchen in den "Panama Papers" auf

epa05182144 Spanish filmmaker Pedro Almodovar attends an event with Spanish artist Miquel Navarro (unseen) at the the ARCO Contemporary Art Fair in Madrid, Spain, 26 February 2016. The art fair runs from 24 to 28 February. EPA/BALLESTEROS +++(c) dpa - Bildfunk+++
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Der spanische Regisseur Pedro Almodovar.
Qatar&#39s Emir Sheikh Tamim bin Hamad Al-Thani attends the second day of the 136th Gulf Cooperation Council (GCC) summit held in Riyadh, on December 10, 2015 as kings and emirs from six Gulf states began two days of talks, at the same time as unprecedented discussions by the Syrian opposition at a luxury hotel in another part of the city. Saudi King Salman bin Abdulaziz called for political solutions to the wars in Syria and Yemen, while condemning "terrorism," at the opening of the annual Gulf summit. AFP PHOTO / FAYEZ NURELDINE
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Scheich Tamim bin Hamad Al-Thani aus Katar.
epa000307723 Iraqi Prime Minister Iyad Allawi smiles as he passes by a logo, Friday 05 November 2004, during a visit to NATO headquarters in Brussels. Allawi is also due to attend a meeting at the European Summit held in Brussels. Foto: Herwig Vergult dpa
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Der frühere irakische Premierminister Ayad Allawi.
(FILES) This file photo taken on February 11, 2016 shows Syrian President Bashar al-Assad during an exclusive interview with AFP in the capital Damascus.Syria&#39s civil war, which has killed more than 270,000 people and forced millions to flee their homes, erupted in 2011 when government forces turned their weapons on protesters demanding political change. / AFP PHOTO / JOSEPH EID
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Der Cousin des syrischen Machthabers Baschar al-Assad.
WASHINGTON, DC - APRIL 01: Prime Minister of the United Kingdom David Cameron listens during a plenary session of the 2016 Nuclear Security Summit April 1, 2016 in Washington, DC. U.S. President Barack Obama is hosting the fourth and final in a series of summits to highlight accomplishments and make new commitments towards reducing the threat of nuclear terrorism. Alex Wong/Getty Images/AFP== FOR NEWSPAPERS, INTERNET, TELCOS & TELEVISION USE ONLY ==
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Der Vater von David Cameron soll involviert sein.
(File) President of Peñarol Club, Juan Pedro Damiani, arrives for a meeting at Executive Tower in Montevideo, Uruguay, 01 April 2014. EPA/Iván Franco (zu dpa "Panamapapers: FIFA-Ethikkommission bestätigt Vorermittlung" am 31.03.2016) +++(c) dpa - Bildfunk+++
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Fifa-Funktionär Juan Pedro Damiani.
ARCHIV - Vor der Parlamentswahl in der Südkaukasusrepublik Georgien spitzt sich der Machtkampf der Lager um Präsident Michail Saakaschwili und Oppositionsführer Bidsina Iwanischwili (Foto vom 19.09.2012) zu. Beide Seiten warfen sich am Montag (24.09.2012) kriminelle Methoden vor. Foto: Ulf Mauder/dpa (zu dpa-Meldung vom 24.09.2012) +++(c) dpa - Bildfunk+++
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Der georgische Milliardär Bidsina Iwanischwili.
epa05038591 Argentininan President-elect Mauricio Macri during a press conference in Buenos Aires, Argentina, 23 November 2015. Centre-right opposition candidate Mauricio Macri won the presidential runoff Sunday in Argentina and hailed a new era after 12 years of government by the left-leaning Kirchner couple. With 97 per cent of ballots counted, Buenos Aires Mayor Macri, 56, of the opposition coalition Cambiemos (Let&#39s Change) had nearly 52 per cent of the vote. His opponent, ruling-party candidate Daniel Scioli, 58, had 48 per cent and conceded defeat. EPA/DAVID FERNANDEZ +++(c) dpa - Bildfunk+++
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Der argentinische Präsident Mauricio Macri.

Panama City - Hunderte Journalisten aus fast 80 Ländern haben Finanzgeschäfte über Briefkastenfirmen in Panama und in anderen Steueroasen recherchiert. Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und der Sportwelt könnten in Erklärungsnot kommen.

Die Spuren aus Panama führen überall hin - zu den Reichen und den Mächtigen, zu Prominenten und Schwerverbrechern. Die mehr als elf Millionen Dokumente der Finanzkanzlei Mossack Fonseca, die das Recherchenetzwerk ICIJ ausgewertet hat, enthalten bekannte Namen. Die Enthüllungen bringen die Bloßgestellten nun vielerorts in Erklärungsnot.

- Aus dem Umfeld des russischen Präsidenten WLADIMIR PUTIN sollen bis zu zwei Milliarden Dollar (1,8 Milliarden Euro) über Mossack Fonseca ins Ausland geschafft worden sein. Das Geld kam von Präsidentenberatern und von Banken und Unternehmen mit Kreml-Verbindungen. Der Kreml verurteilte die Enthüllungen als "Informations-Attacke".

- Der isländische Ministerpräsident SIGMUNDUR DAVID GUNNLAUGSSON könnte über die Affäre stürzen: Noch in dieser Woche muss er sich einem Misstrauensvotum stellen. Gunnlaugsson und seine Frau haben während der Finanzkrise über die Panama-Kanzlei mehrere Millionen Dollar aus Investitionsgeschäften ins Ausland geschleust.

- Die Spuren führen auch ins familiäre Umfeld zweier Staatsmänner, die sich besonders mit der Forderung nach Transparenz und Korruptionsbekämpfung profilierten: Der britische Premierminister DAVID CAMERON und Chinas Präsident XI JINPING haben Angehörige, die in Verbindung zu einschlägigen Briefkastenfirmen standen.

- Auch der König von Saudi-Arabien und Kinder des aserbaidschanischen Präsidenten sowie des Ministerpräsidenten von Pakistan sind in den "Panama-Papers" verzeichnet. Auch sie sollen Briefkastenfirmen betrieben haben.

- Als Kunden von Mossack Fonseca fanden sich die Staatsmänner in Gesellschaft notorischer Krimineller wieder: Die Kundenkartei verzeichnet Drogenbarone, Geschäftsmänner und Unternehmen mit Verbindungen zu terroristischen Organisationen und einen US-Geschäftsmann, der wegen Geschlechtsverkehrs mit Minderjährigen im Gefängnis saß. Er unterzeichnete den Vertrag mit der Kanzlei in der Zelle.

- Fußball-Weltstar LIONEL MESSI und sein Vater legten sich über die Finanzkanzlei eine Strohfirma zu, die den spanischen Steuerbehörden bislang nicht bekannt war. Der frühere Uefa-Boss MICHEL PLATINI wandte sich 2007 mit der Bitte an Mossack Fonseca, eine Briefkastenfirma in Panama zu eröffnen.

- Mehr als 500 Banken - unter ihnen renommierte Geldinstitute - arbeiteten seit den 70er Jahren mit Mossack Fonseca zusammen, um Briefkastenfirmen für Kunden zu managen. Die Schweizer Großbank richtete auf diese Weise 1100 Briefkastenfirmen ein, die in London ansässige HSBC mehr als 2300.

AFP

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