Partei sticht in See: Das ist der SPD-Luxusliner

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Die SPD will ab kommendem Jahr mit diesem Kreuzfahrtschiff kräftig Geld verdienen.

Hamburg - Der Luxusliner ist 162 Meter lang, kann 480 Passagiere beherbergen und heißt "MS Princess Daphne": Die SPD will ab kommendem Jahr mit einem Kreuzfahrtschiff kräftig Geld verdienen.

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SPD wird Kreuzfahrtunternehmen

“Ab Mai 2012 werden wir das Kreuzfahrtschiff 'MS Princess Daphne' exklusiv für den deutschen Mark anbieten“, sagte SPD-Schatzmeisterin Barbara Hendricks am Mittwoch in Hamburg. Das Geschäft werde über die SPD-Reiseservice GmbH organisiert. Die in der SPD-Beteiligungsholding DDVG organisierte Reisetochter habe 2010 bei acht Millionen Euro Umsatz 240.000 Euro Gewinn erzielt. Hendricks kündigte an, die Partei wolle ihre Reisefirma ausbauen. Bisher hatte der SPD-Reiseservice vor allem Fahrten zu Parteitagen organisiert oder politisch geprägte Reisen.

Die in Berlin angesiedelte Firma soll von jetzt 11 Mitarbeitern auf 22 wachsen. DDVG-Geschäftsführer Matthias Linnekugel kündigte an, die Erträge aus dem Reisegeschäft sollten “deutlich steigen“. Das SPD-Schiff, die in Madeira registrierte 162 Meter lange “MS Princess Daphne“, ist mit 480 Passagieren vergleichsweise klein. Es handelt sich nach Angaben der Reederei um ein umgebautes Frachtschiff.

Sozialdemokraten versenken Millionen Euro in der “FR“

Hendricks stellte auch den Jahresabschuss der DDVG vor, in der die SPD ihre Firmenbeteiligungen führt. Zum ersten Mal seit 1993 wies die Gesellschaft einen Verlust aus, 14 Millionen Euro. Ursache der roten Zahlen ist die Krise der Tageszeitung “Frankfurter Rundschau“, an der die SPD mit 40 Prozent beteiligt ist.

Die DDVG schrieb 24 Millionen Euro auf ausgereichte Darlehen ab, laut Geschäftführer Jens Berendsen den größten Teil davon für die “FR“. Die SPD bekommt trotzdem wie jedes Jahr Geld von ihrer Kommerz-Tochter: Netto 6,5 Millionen Euro gehen an die Partei. Das Geld wurde aus den nicht ausgeschütteten Gewinnen früherer Jahre bezahlt. “Die SPD steht finanziell stabil da“, sagte die Schatzmeisterin. Zur DDVG gehören neben dem “FR“-Anteil Beteiligungen etwa an der “Neuen Westfälischen“, der “Sächsischen Zeitung“ oder dem Magazin “Öko-Test“. Auch drei Druckereien gehören dem Unternehmen.

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dapd

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