Seehofer bestätigt

Peter Gauweiler soll beim Aschermittwoch reden

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Peter Gauweiler.

München - Große Bühne für einen Euro-Skeptiker: Parteivize Peter Gauweiler soll einer der zwei Hauptredner beim politischen Aschermittwoch der CSU in Passau werden.

Das bestätigte CSU-Chef Horst Seehofer dem Münchner Merkur. "Das wird so sein. Er wird eine ordentliche, satte Rede halten", sagte Seehofer. Geplant ist laut Parteikreisen, dass sich Gauweiler und Seehofer die Redezeit teilen, abschließend spricht der neue Generalsekretär Andreas Scheuer, der selbst aus der Stadt stammt und in Niederbayern populär ist.

Doppel-Auftritt nichts Neues

Ein Doppel-Auftritt in Passau ist für die CSU nicht neu. In den zwei Vorjahren war der Ehrenvorsitzende Edmund Stoiber neben Seehofer aufgetreten. Stoiber hatte seinem Nachfolger damit Anfang 2012 erstmals aus der Patsche geholfen, weil Seehofer als amtierender Bundespräsident aus protokollarischen Gründen keine der üblichen krachenden Reden halten wollte. Ohnehin liegt dem oft ironischen Seehofer der sehr ruppige Aschermittwochs-Stil gar nicht so sehr.

Dass nun Gauweiler auftritt, passt dem CSU-Chef aus zwei Gründen auch taktisch ins Konzept. Wenige Tage später ist Kommunalwahl in München, Gauweilers Heimatstadt. Hier hofft die CSU auf einen Überraschungssieg gegen die bisher übermächtige SPD. Seehofer tut derzeit viel, um die Münchner CSU zu stärken; unter anderem empfing er am Mittwoch den OB-Kandidaten Josef Schmid erstmals in Kreuth und sagte seine Wahlkampf-Unterstützung zu. Zudem ist der Bundestagsabgeordnete Gauweiler einer der exponiertesten CSU-Politiker in der Europapolitik. Im Mai ist Europawahl - hier hofft Seehofer auch dank Gauweilers Prominenz und seinen klaren Botschaften gegen die EU-Bürokratie auf ein Ergebnis von 50 Prozent oder mehr.

cd

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