Pilotprojekt: Israel verteilt Gasmasken

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Gasmasken sollen die israelische Bevölkerung im Falle eines Angriffs mit Gas schützen.

Tel Aviv - Israel hat am Sonntag mit der Verteilung neuer Gasmasken an die Bevölkerung begonnen. Ein Armeesprecher sagte, die Versorgung beginne als Pilotprojekt in der Kleinstadt Or Jehuda bei Tel Aviv.

Die israelische Post sei mit der langfristigen Aufgabe betreut worden. Ziel sei, Gasmasken an alle gut sieben Millionen israelischen Bürger zu verteilen. Dafür ist ein Zeitrahmen von etwa drei Jahren vorgesehen.

Das iranische Waffenarsenal

Das iranische Waffenarsenal
Präsident Ahmadinedschad hat am Sonntag den Auftrag für die Produktion von hochangereichertem Uran erteilt - eine Geste der Provokation nach den Signalen des Einlenkens vor der Münchner Sicherheitskonferenz. © dpa
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Der Iran unterhält mit mehr als 520 000 Mann die größte Streitmacht im Nahen Osten. © dpa
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Noch bedrohlicher erscheint den Nachbarn und den Westmächten das abgeschirmte Nuklearprogramm des Landes. © dpa
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Der Westen befürchtet, dass das Mullah-Regime in den Besitz von Atomwaffen gelangen will. © dpa
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Raketen, die solche Massenvernichtungswaffen wohl transportieren könnten, hat der Iran bereits. © dpa
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Im Arsenal sind mehrere hundert Geschosse der Typen Schahal 1 und 2, die bis zu 330 und 700 Kilometer weit reichen. © dpa
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Mit den mehrstufigen Raketen Schahab 5 und 6 (auf dem Bild eine Shahab 3) könnten die Iraner sogar Städte in Mitteleuropa angreifen. © dpa
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Für den Bau einer einsatzfähigen Interkontinentalrakete benötigt der Iran jedoch noch zehn bis 15 Jahre, vermuten westliche Experten. © dpa
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Ausgangsbasis für die Herstellung von Atomwaffen ist hoch angereichertes Uran, das iranische Wissenschaftler in den Nuklearfabriken Natans und Ghom herstellen. © dpa
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Der Westen bezweifelt, dass das Atomprogramm wie behauptet nur friedlichen Zwecken dient. © dpa
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Der UN-Sicherheitsrat hat 2006 erstmals den Stopp der Urananreicherung verlangt - ohne Erfolg, trotz späterer Sanktionen. © dpa
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Auf der Münchner Sicherheitskonferenz hat US-Senator Joseph Lieberman jetzt mit einem Militärschlag gegen den Iran gedroht, wenn Wirtschaftssanktionen nicht wirken sollten. © dpa
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Westliche Geheimdienste vermuten, dass der Iran bald genügend Material für eine Bombe haben könnte. Sie rätseln aber, wann ein funktionsfähiger Sprengkopf zur Verfügung steht. © dpa

Israel hatte erstmals vor dem Golfkrieg von 1991 Gasmasken zum Schutz vor biologischen und chemischen Waffen an seine Bevölkerung verteilt. Damals war befürchtet worden, der Irak könnte seine Raketen mit nicht konventionellen Sprengköpfen bestücken. Während des Kriegs schlugen dann zwar zahlreiche irakische Raketen in Israel ein, jedoch ohne biologische oder chemische Sprengköpfe. In den folgenden Jahren wurden die Gasmasken periodisch aufgefrischt, schließlich jedoch wieder eingesammelt.

Israel hat im Fall neuer kriegerischer Auseinandersetzungen Raketenangriffe aus dem Libanon, Syrien, dem Iran oder dem Gazastreifen zu befürchten.

dpa

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