Stefan Körner bleibt Bundesvorsitzender

Piraten wollen wieder "gute Politik machen"

Würzburg - Der Vorsitzende der Piratenpartei, Stefan Körner, ist auf dem Bundesparteitag in Würzburg mit großer Mehrheit im Amt bestätigt worden.

Nach seiner Wahl am Samstag kündigte der 46-Jährige an, in den nächsten zwölf Monaten die innerparteiliche Beteiligung zu stärken und die Wahlkämpfer in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt zu unterstützen. Die Partei müsse wieder mehr Aufmerksamkeit in den Medien erreichen, sagte der Software-Entwickler. „Lasst uns gute Politik machen, dann kommen wir auch vor.“

Die Piratenpartei Deutschland hat sich 2006 gegründet und erlebte um 2012 herum einen Boom - sowohl in den Medien als auch bei den Wählern. Seitdem nahm das Interesse ab. Noch sind die Piraten in vier Landesparlamenten vertreten. Insgesamt stellt die Partei mehr als 420 Mandatsträger - vom Gemeinderat bis zur Europäischen Union. Derzeit hat die Partei etwa 18 500 Mitglieder.

Angesichts des Niedergangs der Piraten-Partei hatte Körner am Morgen Selbstkritik geübt. „Es war ein Fehler, zu glauben, dass wir Volkspartei sein und Antworten auf alle Fragen liefern müssen“, sagte er im „WDR 5 Morgenecho“. Die Piraten hätten sich vielmehr auf jene Themen konzentrieren sollen, für die sie einst gegründet worden seien. Dazu zählten vor allem die Netzpolitik, Datenschutz und Privatsphäre.

dpa

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