Jetzt hat sie ihre eigene Abschreib-Affäre

Schavan: So giftete sie gegen Guttenberg

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Da war noch keine Rede von Plagiatsaffäre: Das Archivbild zeigt den damaligen Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) mit Bundesforschungsministerin Annette Schavan (CDU) im Juli 2009.

Berlin - Wie hat Ministerin Annette Schavan (CDU) in der Plagiatsaffäre um ihren damaligen Kabinettskollegen Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) über diesen gelästert. Kommt jetzt der Plagiats-Bumerang? Was Schavan damals sagte:

Breaking News: Schavan tritt als Bildungsministerin zurück

Schavan hatte im Februar 2011 wegen der Plagiatsvorwürfe gegen den damaligen CSU-Verteidigungsminister gesagt, sie schäme sich als Wissenschaftlerin „nicht nur heimlich“.

Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) hatte nach dem Rücktritt des einstigen CSU-Stars offen seinen Ärger über die fehlende Solidarität der CDU-Politikerin Annette Schavan sowie ihres Parteikollegen Norbert Lammert bekundet.

"Das war nicht solidarisch" kritisierte Seehofer im März 2011 in der "Bild"-Zeitung das Verhalten der beiden CDU-Politiker. Seehofer wirft ihnen vor, den eigenen Leuten in den Rücken gefallen zu sein. Als er von der Kritik aus der Schwesterpartei gehört habe "sei sein Blutdruck deutlich gestiegen", so Seehofer.

Der bayerische Ministerpräsident kündigte damals sogar ein Nachspiel an. "Darüber wird noch zu reden sein - ich habe mir das auf Wiedervorlage gelegt", sagte Seehofer. Man darf gespannt sein, ob jetzt die Breitseite aus Bayern gegen die CDU-Politikerin kommt.

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Der Doktorvater von Ministerin Schavan hat unterdessen erklärt, dass er sich an der Diskussion über die Plagiatsvorwürfe nicht beteiligen wolle.

Er sei weder mit dem Vorfall vertraut noch kenne er die Vorwürfe gegen seine ehemalige Doktorandin, sagte der Erziehungswissenschaftler Gerhard Wehle am Montag der Nachrichtenagentur dapd. Zu allem Weiteren wolle er keine Stellungnahme abgeben.

Wehle betreute Schavan vor 32 Jahren bei ihrer Doktorarbeit mit dem Titel „Person und Gewissen. Studien zu Voraussetzungen, Notwendigkeit und Erfordernissen heutiger Gewissensbildung“. Für ihre Arbeit erhielt Schavan damals an der Düsseldorfer Heinrich-Heine-Universität den Doktortitel mit der Note „magna cum laude (“mit großem Lob„).

Seit Anfang Mai ist Schavan mit Plagiatsvorwürfen konfrontiert. Die Universität Düsseldorf prüft die Anschuldigungen. Nach Medienberichten kommt ein Gutachter der Düsseldorfer Heinrich-Heine-Universität zu dem Schluss, dass etliche Stellen von Schavans Dissertation das “charakteristische Bild einer plagiierenden Vorgehensweise„ trügen. Schavan weist die Anschuldigungen zurück.

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dapd

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