Rom plant Steuer auf süße Getränke

+
Süße, kohlensäurehaltige Getränke sollen in Italien besteuert werden.

Rom - Die italienische Regierung will mit einer neuen Steuer auf gezuckerte kohlensäurehaltige Getränke zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen.

Die italienische Regierung will mit einer neuen Steuer auf gezuckerte kohlensäurehaltige Getränke zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Gesundheitsminister Renato Balduzzi will die Ernährung besonders der jungen Generation verbessern und zugleich Geld für Gesundheitsmaßnahmen in die Kassen bringen. Der Plan stößt allerdings auf Kritik. Verbraucherschützer werfen der Regierung vor, sie wolle unter dem Vorwand der Gesundheitsförderung den Bürgern erneut in die Taschen greifen.

Balduzzi kündigte an, es werde auch um Nahrungsmittel gehen. Ein weiterer Schritt könne auch die Spirituosen betreffen, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa am Samstag. Der Minister sagte demnach dem Sender tgcom24, Ziel sei es, einen besseren Ernährungsstil durchzusetzen. Die Wirkung bei den kohlensäurehaltigen Getränken sei sehr begrenzt und werde weder für die Hersteller noch für die Konsumenten Probleme bringen. “Der Sinn der Initiative liegt mehr in der Botschaft als in den wirtschaftlichen Konsequenzen.“

Balduzzi will drei Cent pro Flasche mit 0,33 Litern erheben und damit jährlich zusätzlich 250 Millionen Euro einnehmen. “Es handelt sich um eine scheinheilige Steuer“, kritisierte der Präsident des Dachverbands der Umwelt- und Verbraucherorganisationen Codacons, Carlo Rienzi. Die gesunde Ernährung sei eine Ausrede, um den Bürgern Geld aus der Tasche zu ziehen. Auch das Unternehmen Coca Cola in Italien, das insgesamt acht Standorte mit 3300 Beschäftigen betreibt, hatte sich laut Ansa verwundert und besorgt geäußert.

dpa

Auch interessant

Meistgelesen

Brisante Enthüllung: Wikileaks umwarb Trumps Sohn im US-Wahlkampf 
Brisante Enthüllung: Wikileaks umwarb Trumps Sohn im US-Wahlkampf 
Duterte und Trump betonen Bedeutung der Menschenrechte
Duterte und Trump betonen Bedeutung der Menschenrechte
AfD-Spitze: Parteimitglieder sollen diese Facebook-Gruppe verlassen
AfD-Spitze: Parteimitglieder sollen diese Facebook-Gruppe verlassen
Deutsche Autokonzerne profitieren von Kinderarbeit im Kongo
Deutsche Autokonzerne profitieren von Kinderarbeit im Kongo

Kommentare