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Blutkrebs? Neue Gerüchte um Putins Gesundheitszustand - Ex-CIA-Analyst hat gleich zwei Theorien

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Von: Bedrettin Bölükbasi

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Inmitten des blutigen Ukraine-Krieges häufen sich plötzlich Gerüchte um Putins Gesundheitzustand. Ein Ex-CIA-Analyst erklärt sie mit zwei Theorien.

München - Im Ukraine-Konflikt dauern die harten Zusammenstöße zwischen russischen und ukrainischen Truppen an. Diese Karte zeigt, wo der Ukraine-Krieg wütet. Doch im Gegensatz zu den USA, die einen langen Krieg erwarten, sieht die Ukraine bereits ein Ende des Krieges nahen. Dazu hat Kiew offenbar sogar einen genauen Zeitplan im Kopf.

Die Begründung: Der russische Machthaber Wladimir Putin sei krank, und zwar schwer. Wie schon regelmäßig in den letzten Jahren gibt es jetzt erneut vermehrte Gerüchte über den Gesundheitszustand des Kreml-Chefs inmitten des Ukraine-Krieges. Ein ehemaliger Analyst des US-Geheimdienstes CIA erklärt, was es damit auf sich haben könnte.

Putins Gesundheit: Ukraine sieht Kriegsende noch dieses Jahr - „Putin ist schwer krank“

„In Russland wird sich die Führung ändern und sie haben bereits damit begonnen“, sagte der Chef des ukrainischen Militärgeheimdienstes, Generalmajor Kyrylo Budanow, im Interview mit dem britischen Sender Sky News. Er zeigte sich dabei „optimistisch“ für einen Sieg der Ukraine. Die zweite Hälfte des August nannte er an dieser Stelle einen „Wendepunkt“. Gegen Ende dieses Jahres würden die meisten aktiven Kampfhandlungen zur Neige gehen, so Budanow. Der Geheimdienstchef stellte sogar eine Zurückeroberung des gesamten Donbass und der Halbinsel Krim in Aussicht.

Seine Behauptungen von Machtwechsel und Kriegsende stützte Budanow vor allem auf eines: Den Gesundheitszustand von Putin. „Wir können bestätigen, dass sich Putin in einem sehr schlechten psychologischen und physischen Zustand befindet“, erklärte der ukrainische Geheimdienstler. Der Kreml-Chef leide gleich an mehreren Krankheiten, einschließlich Krebs. Schon zuvor gab es Gerüchte über „Schilddrüsen-Krebs“ bei Putin. Ein aufgezeichnetes Gespräch kurbelte diese Gerüchte nun nochmals an.

Der russische Präsident Wladimir Putin
Ist Wladimir Putin krank? © IMAGO/Mikhail Metzel/Kremlin Pool

Putins Gesundheit: Oligarch berichtet von „Blutkrebs“ - FSB schickt Memo an Direktoren

Budanow ist jedenfalls nicht der einzige, der eine tödliche Krankheit bei Putin behauptet, Ein Oligarch, der dem Angriffskrieg von Putin in der Ukraine kritisch entgegensteht, sagt in einem abgehörten Gespräch, Putin leide an „schwerem Blutkrebs“, wie das US-Magazin New Lines Magazin berichtete. Der Kreml-Chef sei „sehr krank“. Der Oligarch äußerte zudem einen Wunsch: „Wir alle hoffen, dass Putin am Krebs stirbt.“ Das amerikanische Magazin nannte den echten Namen des Oligarchen nicht, um ihn vor einer möglichen Rache des Kreml zu schützen. Immerhin sind in den letzten rund drei Monaten mehrere Oligarchen auf mysteriöse Art und Weise verstorben.

Laut dem bulgarischen Journalisten und Russland-Ermittler beim Investigativ-Team „Bellingcat“ ging der russische Inlandsgeheimdienst FSB dabei mit einer internen Botschaft an die eigenen Regionaldirektoren gegen die Gerüchte vor. Die Direktoren wurden gebeten, den Gerüchten um Putins Gesundheitszustand kein Glauben zu schenken. Die Mitteilung konnte jedoch offenbar nicht den erwünschten Effekt herbeiführen, sondern bewirkte eher das Gegenteil. „Dieses Memo hat dann aber nur dazu geführt, dass die meisten FSB-Direktoren plötzlich wirklich glauben, dass Putin an einer schweren Krankheit leidet“, unterstrich Grozev gegenüber New Lines Magazin.

Putins Gesundheit: CIA-Analyst erklärt Gerüchte - Desinformation oder Machtkampf

Was ist nun dran an all diesen Gerüchten? Der ehemalige CIA-Analyst mit Fokus auf Russland, John Sipher, tippt bei seiner Erklärung auf zwei Theorien: Verbreitung von Desinformation durch den Kreml selbst, um abzulenken oder ein interner Machtkampf. „Ihr Instikt ist es, zu lügen und gezielt Desinformation zu verbreiten, weshalb diese Gerüchte Bemühungen zur Ablenkung sein können“, erläutert Sipher im US-Magazin ein mögliches Vorgehen von Moskau. Nach seiner zweiten Theorie sieht er mit Blick auf die Gerüchte aber womöglich auch andere Hände im Spiel.

„Putin war lange Zeit so etwas wie der Mafia-Chef im Kreml, der Richter zwischen denen, die um Geld oder Einfluss kämpfen“, so der Ex-CIA-Analyst. Diese Clans würden sich nun in Stellung bringen, „um zu überleben - egal, wie diese Krise endet“. So hält es Sipher offenbar für möglich, dass bestimmte Parteien des Machtkampfes versuchen, sich durch brisante Informationen einen Vorteil zu verschaffen: „Putins Gesundheitskrise an die Öffentlichkeit zu bringen oder eben eine zu erfinden, kann ein Weg sein, um Druckmittel zu erlangen.“

Putins Rede am 9. Mai in Moskau sorgte jedenfalls für neue Spekulationen um seine Gesundheit. Experten vermuteten die Nutzung von Steroiden gegen schwere Schmerzen. Auch Ashley Grossman, Endokrinologie-Professorin an der Oxford Universität, hält dies ausgehend von Putins aufgedunsenem Gesicht für möglich. Diese Mittel würden bösartige Lymphozyten im Blut bekämpfen, aber den Körper gleichzeitig anfälliger für Infektionen machen, erklärte sie im amerikanischen Magazin. Und die zweite Nebenwirkung sei: „Tiefgehend irrationales und paranoides Verhalten.“ Einige sehen genau das bei dem russischen Machthaber im Hintergrund der Ukraine-Krise. (bb)

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