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Erst hat sie Gabriel vorgeführt

Jetzt knöpft sich die Putzfrau Kanzlerin Merkel vor

Berlin - Eine Reinigungskraft ist die neue "Stimme des Volkes" und der Medienstar dieser Tage: Susi Neumann legte nun gegen die Bundeskanzlerin nach. 

Zum ersten Mal wurde die Frau aus Gelsenkirchen dem TV-Publikum durch einen Talkshow-Auftritt bei "Anne Will" Mitte April bekannt. Richtig berühmt wurde sie aber, als sie auf der "Wertekonferenz Gerechtigkeit" der SPD ihren Parteivorsitzenden Sigmar Gabriel am 9. Mai die Leviten las. 

Mit der rhetorischen Frage "Warum bleibt ihr dann bei den Schwatten?" führte sie den Vizekanzler regelrecht vor. Ihr klares Statement wurde zu einem Netzhit.   

Beim Nachrichtensender N24 legte die resolute Reinigungskraft nun nach - und zwar gegen die Bundeskanzlerin: "Die Frau setzt langsam Rost an!", so ihr Urteil über Merkel. 

Bei N24 kritisierte Neumann außerdem die kürzlich beschlossenen Reformpläne für Leiharbeit und Werkverträge. Das sei alles "Flickenwerk". Die Frau aus dem Ruhrpott bekräftigte, dass die große Koalition für sie keine Zukunft mehr hat: "Wenn ich das Sagen hätte, wäre das morgen beendet." Man solle die Kanzlerin mit ihrer Politik im Regen stehen lassen, so ihr Wunsch.

"Man setzt so eine Hoffnung in mich"

Die Putzfrau scheint vielen aus dem Volk und besonders in ihrer Partei mit ihrer bodenständigen, direkten Art aus der Seele zu sprechen. Bei N24 offenbarte sie, dass sie mittlerweile viele Zuschriften und E-Mails erhalte: "Man setzt so eine Hoffnung in mich, das tut schon körperlich weh." Sie wisse nicht, ob sie das erfüllen könne.

Als eine Hoffnungsträgerin sieht sie sich aber nicht: "Susi Neumann gibt es in hunderttausendfacher Ausfertigung. Die Menschen müssen nur mal den Mund aufmachen!"

Rubriklistenbild: © Screenshot YouTube/N24 netzreporterin - Antje Lorenz

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