Rechtspopulismus! CSU will Orts-Chef feuern

Thomas Schwed

München - Nach dem Oslo-Terror kam das gar nicht gut an: Ein Münchner CSU-Politiker hat Parteifreunde mit „rechts­populistischen Parolen und Liedern“ schockiert! Folgt jetzt der Rauswurf?

Thomas Schwed (33) hatte das Gedankengut im Internet veröffentlicht. Jetzt will ihn die CSU aus allen Ämtern werfen – und das sind einige: Der Politologe amtiert als Ortschef der CSU Milbertshofen, als Kreischef der Nachwuchsorganisation Junge Union (JU) München-Nord, außerdem sitzt er im Bezirksausschuss Milbertshofen-Am Hart.

Die Parolen seien im Umfeld der Bezirksvorstandswahl der JU München aufgetaucht, teilt die Partei mit. JU-Bezirkschef Günther Westner ist entsetzt: „Am Ende kann nur ein Rückzug Schweds aus allen Funktionen sowie der Partei selbst stehen.“ Westner persönlich war nach eigenen Angaben nach seiner Wahl von Schwed mit dem Freisler-Zitat „schäbiger Lump“ tituliert worden.

Zuvor hatte CSU-Chef Ludwig Spaenle gesagt: „Von solchen Äußerungen grenzen wir uns als CSU klar ab.“ Jetzt soll es außerplanmäßige Vorstandssitzungen geben. Schwed stritt die Vorwürfe gegenüber dem Münchner Merkur ab.

dac.

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