Regierung fördert öffentlichen Radverleih

Berlin - Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) will Fahrradverleihsysteme fördern. Das Fahrrad solle Teil des öffentlichen Personennahverkehrs werden.

Das sei vor allem im Berufsverkehr von Vorteil. “Die Mitnahme des Drahtesels in überfüllten U- und S-Bahnen entfällt, ebenso der Fußmarsch von der Haltestelle bis zum Ziel. Für die letzten Kilometer des Weges stehen Leihfahrräder bereit“, sagte Ramsauer der Zeitung “Welt am Sonntag“ laut Vorabbericht.

Dem Blatt zufolge fördert der Bund im Programm “Innovative öffentliche Fahrradverleihsysteme“ neun Modellprojekte bis Ende kommenden Jahres mit 12,7 Millionen Euro. Ab Frühjahr sollen mehrere öffentliche Fahrradverleihsysteme den Praxisbetrieb beginnen. Für das Projekt “NorisBike“ in Nürnberg mit 750 Rädern an 65 Verleihstationen will Ramsauer Ende des Monats persönlich den Startschuss geben. Weitere Projekte gibt es unter anderem in Mainz, Kassel, im Ruhrgebiet, in der niedersächsischen Grafschaft Bentheim und auf der Ostseeinsel Usedom. Für die Kunden soll es ein Kombiticket etwa mit der Bahn geben. In Stuttgart wird im Juni ein Programm mit Elektrofahrrädern starten.

Der Vorsitzende des Verkehrsausschusses im Bundestag, Winfried Hermann (Grüne), begrüßte die Radprojekte. “In ein paar Jahren wird jede mittelgroße Stadt in Deutschland solche Fahrradverleihsysteme anbieten“, sagte er der Zeitung. Allerdings kämen die Programm im Vergleich zu anderen europäischen Städten viel zu spät.

dapd

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