Insgesamt zwölf Prozent eingebüßt

Sozialverband: Rente verliert an Kaufkraft

Berlin - Die Renten in Deutschland haben seit 2004 massiv an Kaufkraft eingebüßt. Das hat eine Berechnung des Sozialverbandes Deutschland ergeben. Daran sollen vor allem vier Maßnahmen schuld sein.

Die Renten haben nach Berechnung des Sozialverbandes Deutschland (SoVD) seit 2004 massiv an Kaufkraft verloren. Danach können sich Rentner im Westen heute von ihren Bezügen fast zwölf Prozent weniger leisten als noch vor neun Jahren, im Osten fast acht Prozent. SoVD-Präsident Adolf Bauer machte dafür am Dienstag in Berlin die Nullrunden und Minianpassungen der vergangenen Jahre, die Inflation und gestiegene Beiträge für Kranken- und Pflegeversicherung verantwortlich.

Auch in diesem Jahr sei die Rentenerhöhung für Viele eine große Enttäuschung gewesen, sagte Bauer. Stelle man im Westen der Erhöhung von 0,25 Prozent die erwartete Inflation von 1,70 Prozent entgegen und berücksichtige den Beitragsanstieg in der Pflegeversicherung, so ergebe sich unter dem Strich ein Kaufkraftverlust von 1,55 Prozent. Im Osten gebe es zwar in diesem Jahr wegen der höheren Rentenanpassung einen Kaufkraftgewinn. Berücksichtige man jedoch die Gesamtentwicklung der vergangenen Jahre, sehe die Situation hier auch nicht viel besser aus.

Für eine Kehrtwende in der Rentenpolitik verlangte der Sozialverband unter anderem eine Anhebung des Rentenniveaus und höhere Rentenanpassungen.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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