Richter stimmt Auslieferung Assanges nach Schweden zu

London - Wikileaks-Gründer Julian Assange kann laut der Entscheidung eines britischen Gerichts nach Schweden ausgeliefert werden. Assange wird die Vergewaltigung von zwei Frauen vorgeworfen.

Die schwedische Staatsanwaltschaft will den 39-Jährigen zum Vorwurf der Vergewaltigung zweier Frauen befragen und hat einen internationalen Haftbefehl gegen ihn erwirkt.

Assange bestreitet die Vorwürfe und vermutet politische Motive hinter seiner Strafverfolgung. Richter Howard Riddle schloss eine solche Verkettung jedoch aus.

Die Anwälte von Julian Assange hatten bereits zuvor angekündigt, Berufung gegen die Entscheidung des Belmarsh Magistrates Courts einzulegen. Dazu haben sie nun sieben Tage Zeit. Das Gericht muss dann in weiteren 40 Tagen entscheiden, ob es die Berufung annimmt.

Zumindest bis zu dieser Entscheidung kann Assange vorerst in Großbritannien bleiben, wo er seit Dezember unter strengen Auflagen auf dem Anwesen eines Freundes lebt.

Unklar war zunächst, ob die britische Staatsanwaltschaft nun versuchen wird, die Freilassung auf Kaution bis zur Entscheidung über die Berufung anzufechten. In diesem Fall könnte Assange erneut britische Haft drohen.

dapd/dpa

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