SPD fordert Runden Tisch mit Muslimen

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Markus Rinderspacher

München  - Ein regelmäßiger Runder Tisch mit Muslimen nach dem Vorbild von Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz soll nach Meinung der SPD auch in Bayern entstehen.

SPD-Landtagsfraktionschef Markus Rinderspacher rief am Sonntag die Staatsregierung zur Gründung eines solchen Forums auf.

"Anders als die christlichen Kirchen hat der Islam keine zentrale Instanz, die für alle Muslime sprechen kann. Daher ist es sinnvoll, über einen Runden Tisch eine direkte Kommunikation zwischen möglichst vielen muslimischen Organisationen und dem Freistaat zu etablieren", erklärte er. Die muslimische Religionsgemeinschaft sei nach der Katholischen und der Evangelischen die Drittgrößte in Bayern.

Rinderspacher zufolge leben im Freistaat insgesamt 13,2 Prozent der Muslime in Deutschland, das seien zwischen 500 000 und 570 000 Menschen. Das gehe aus der von der Deutschen Islam-Konferenz im Jahr 2009 herausgegebenen Studie "Muslimisches Leben in Deutschland" hervor. Zudem gebe es in Bayern etwa 400 Moscheen und muslimische Gebetsstätten, die regelmäßig genutzt würden.

dpa

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