Rinderspacher schwört SPD auf Machtkampf ein

+
Markus Rinderspacher.

Kulmbach - SPD-Landtagsfraktionschef Markus Rinderspacher hat seine Fraktion auf einen engagierten Kampf um die Macht im Freistaat aufgerufen. Christian Ude nimmt ab Dienstag teil.

Es seien noch 369 Tage bis zur Landtagswahl, „und wir werden sie runterzählen, diese letzten 369 Tage“, sagte Rinderspacher am Montag zum Auftakt der Herbstklausur der SPD-Fraktion in Kulmbach. „Bayern hat eine bessere Regierung verdient.“ Die Menschen wollten keinen Ministerpräsidenten, der auch in Grundsatzfragen alle Viertelstunde seine Meinung ändere, sagte der SPD-Politiker mit Blick auf Regierungschef Horst Seehofer (CSU).

Die SPD will in Kulmbach ihren Kurs für das verbleibende Jahr bis zur Landtagswahl abstecken. Thematische Schwerpunkte des dreitägigen Treffens sind die Zukunft des ländlichen Raums und die Industriepolitik. Landtags-Spitzenkandidat Christian Ude will von diesem Dienstagmorgen bis Mittwoch an der Klausurtagung teilnehmen.

Rinderspacher betonte, die SPD sei bester Laune und bester Stimmung. „Die SPD ist auf einem richtig guten Weg. Wir verspüren Rückenwind.“ Bei den Wählern genieße die SPD immer mehr Vertrauen. Und zudem hätten die Sozialdemokraten mit Ude den beliebtesten Politiker Bayerns als Spitzenkandidaten, betonte der Fraktionschef.

Ziel Udes und der SPD ist es, nach der Wahl 2013 ein Dreierbündnis mit Grünen und Freien Wählern zu schmieden und die CSU so aus der Regierung zu verdrängen. Zuletzt lag dieses mögliche Bündnis in Umfragen allerdings merklich hinter der CSU zurück.

dpa

Auch interessant

Meistgelesen

Aktuelle Umfrage: AfD legt nach Jamaika-Aus zu
Aktuelle Umfrage: AfD legt nach Jamaika-Aus zu
Wer von Neuwahlen profitieren könnte - und wer um sein Mandat bangt
Wer von Neuwahlen profitieren könnte - und wer um sein Mandat bangt
Libanesischer Premier Hariri schiebt Rücktritt zunächst auf
Libanesischer Premier Hariri schiebt Rücktritt zunächst auf
Nordkoreanische Soldaten jagen Kameraden an Landesgrenze
Nordkoreanische Soldaten jagen Kameraden an Landesgrenze

Kommentare