Rösler will Wahloptionen bei Kassen ausweiten

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Gesundheitsminister Philipp Rösler

Berlin - Gesundheitsminister Philipp Rösler will Kassenpatienten mehr Wahlmöglichkeiten bei ihrem Versicherungsschutz ermöglichen. Dies betonte sein Ministerium am Mittwoch in Berlin.

Es widersprach damit einer Meldung der “Bild“-Zeitung, dass der FDP-Politiker Wahltarife der gesetzlichen Kassen abschaffen wolle. Die Zeitung hatte Äußerungen des SPD-Gesundheitsexperten Karl Lauterbach und des AOK-Managers Wilfried Jacobs angeführt. Lauterbach hatte Rösler “Klientelpolitik der FDP“ vorgeworfen, weil eine Abschaffung der Wahltarife bei gesetzlichen Krankenkassen deren privater Konkurrenz helfen würde.

Das Ministerium betonte jedoch: “Eine Abschaffung der Wahltarife ist definitiv nicht geplant. Im Gegenteil: Im Zuge des anstehenden Gesetzesvorhabens zur Versorgungssicherheit sollen die Wahlmöglichkeiten der Versicherten noch ausweitet werden.“ Seit 2007 können Versicherte unter anderem Selbstbehalte wählen. Damit kann der monatliche Beitrag günstiger werden.

Im Gegenzug verpflichtet man sich, einen bestimmten Teil der Kosten im Krankheitsfall selbst zu übernehmen. Meist lohnt sich so ein Tarif nur für Gesunde und für Gutverdiener. Die Krankenkassen hoffen, mit den Tarifen diese für sie günstige Versichertengruppe vom Wechsel in die Private Krankenversicherung abzuhalten.

dapd

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